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Strassburger Urteil ist inakzeptabel (Leserbrief)

Von Manuel Ackermann, Präsident SVP Kaiseraugst, Grossratskandidat

Ratgeber Psychologie 15 – 2024

Ladina Waldmeier
M. Sc. Psychologin FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Bindungserfahrung
Auf der Suche nach einem Weg in eine glückliche Partnerschaft bleiben die meisten Paare auf der Problemebene behaftet. Sie diskutieren über konkrete Handlungen und einzelne Worte, in der Hoffnung, darin Lösungen zu finden. In der paartherapeutischen Arbeit zeigt sich hingegen immer wieder, dass die Ursprünge der beschriebenen Problemstellungen tiefer liegen. Viele Betroffene sehen in der Beziehungsproblematik eine eigene Schwäche oder die des Partners bzw. der Partnerin. Doch oft liegen die Erklärungsansätze dafür in früheren Jahren verborgen.
Die Beziehung zu unseren Eltern ist in der Regel die erste Form von Beziehung, die wir erleben. Sie prägt nicht nur unsere Kindheit, sondern beeinflusst unser Beziehungs(er)leben bis ins Erwachsenenalter. Auch wie die Beziehung zwischen den Eltern funktioniert, prägt uns. Dabei gilt es immer präsent zu haben, dass die Eltern in bester Absicht und mit den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gehandelt haben. Auch wenn dies vielleicht nicht immer den Bedürfnissen des Kindes entsprochen hat. Es geht also keinesfalls um eine Schuldfrage, sondern vielmehr um eine Suche nach Erklärungsansätzen und Verständnis für das eigene Erleben und Verhalten in Beziehungen.
Wir bauen unser Beziehungswissen über unsere ersten konkreten Erfahrungen auf. Erleben wir Liebe und Zuneigung, werden unsere Grenzen wahrgenommen und respektiert oder werden Grenzen überschritten? Erleben wir, dass wir einen eigenen Willen haben dürfen oder müssen wir uns anpassen? All diese Beziehungserfahrungen geben uns eine Rückmeldung darüber, was wir von den Menschen, die wir lieben, erwarten können und was nicht. Wir lernen, wie viel Vertrauen wir schenken können, wie sehr wir uns gehen lassen können, oder wie wichtig es vielleicht ist, etwas Abstand zu halten. Mit diesen Erfahrungen entwickeln wir unser individuelles «Beziehungsmodell – so geht Beziehung». Man spricht von vier verschiedenen Bindungstypen, die individuell unterschiedlich starke Ausprägungen haben. Im Erwachsenenalter sprechen wir dabei von folgenden vier Typen. Den Sicheren: Sie können Nähe zulassen, ohne davon abhängig zu sein. Den Vermeidenden: Sie verlassen sich am liebsten auf sich selbst und erleben Nähe als bedrohlich. Den Ängstlichen: Sie glauben, dass für Liebe etwas getan werden muss, und sind innerlich überzeugt, irgendwann doch allein zu sein. Sie machen alles, damit dieses Szenario nicht eintritt. Den Ambivalenten: Sie sehnen sich nach Liebe, gehen aber davon aus, verlassen zu werden, und wehren sich, um Leid zu verhindern, gegen die Liebe. Unser Stil begleitet uns und wird im Beziehungserleben immer wieder aktiviert. Das heisst jedoch nicht, dass wir diesem auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Wenn wir über unser Beziehungsmodell Bescheid wissen und es kennenlernen, haben wir die Möglichkeit, aktiv anders zu reagieren und zu handeln. Insbesondere in Paarbeziehungen kann es bereichernd sein, etwas über das Modell des Partners bzw. der Partnerin und dessen Ursprung zu wissen. Es kann dadurch einfacher werden, das Verhalten des Gegenübers neu einzuordnen, wodurch eine ungünstige Wechselwirkung unterbrochen werden kann. Zum Beispiel kann ein vergessener Einkauf der Partnerin als ein Ergebnis eines stressigen Tages betrachtet werden. Der hochkommende Gedanke «Ich bin dir nicht wichtig» und die damit einhergehenden Gefühle und emotionalen Reaktionen können dadurch besser verstanden werden. Dies kann in der Beziehung zu einer Entlastung führen.

Fragen richten Sie gerne an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

Zunehmende Zuwanderung in der Schweiz (Leserbrief)

von Manuel Ackermann, Präsident SVP Kaiseraugst, Grossratskandidat

Tourismus light in Laufenburg? (Leserbrief)

Von René Leuenberger für die FDP-Ortspartei Laufenburg

Ratgeber Gesundheit 14 – 2024

Dr. Monika Mayer, Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. • www.vinzenz-apotheke.ch

Vitamine und offizielle Einnahme-Empfehlungen
Wie bereits ausgeführt, gibt es einzelne Vitamin-Gruppen. Die wichtigste Unterscheidung ist ihre «Löslichkeit». Diese chemische Eigenschaft bestimmt unter anderem die Art der Einnahme und ihren Speicher- und Wirkort. Die sogenannten fettlöslichen Vitamine werden besser mit einer vollständigen Mahlzeit aufgenommen. (Die meisten Vitamin-D–Präparate liegen in einer öligen Lösung vor.) Sie werden in unserem Fettgewebe gespeichert und wirken in den Zellen bzw. in den «fettigen» Zellwänden. Damit ist auf die Menge der Zufuhr zu achten. Durch die Möglichkeit des Speicherns kann eine zu grosse Einnahmemenge erreicht werden mit möglicherweise negativen gesundheitlichen Folgen. Dessen sind sich alle Gesundheitspersonen und alle Gesundheitsämter bewusst, darum gibt es Einnahme-Empfehlungen. Letztere bewegen sich je nach Land, Erkenntnisstand und Einsatz in unterschiedlichen Höhen. Es gibt Fachgesellschaften, die Empfehlungen für die Nähstoffzufuhr herausgeben. Das begann im letzten Jahrtausend, als in England durch die grossen Hungersnöte im District Lancashire erste Empfehlungen erarbeitet wurden. Sie dienten ausschliesslich dazu, in Kriegs- und Hungerzeiten eine Minimalversorgung der Bevölkerung bzw. einer Armee(!) sicherzustellen. Erst im folgenden Jahrhundert (1941) brachte das U.S. National Research Council Empfehlungen heraus, die die «perfekte Gesundheit» der Bevölkerung zum Ziel hatten. Diese RDA (recommended dietary allowances) werden in einem 5-Jahres-Rhythmus den aktuellen Erkenntnissen angepasst und dienen weltweit als Grundlage nationaler Empfehlungen. Das klingt alles sehr wissenschaftlich und gut, leider spielen auch politische Überlegungen eine Rolle.
Wie werden nur diese Werte ermittelt?
Man nimmt eine «repräsentative» Bevölkerungsgruppe, die gesund ist und keine Mangelsymptome hat. Man erhebt (meist mit Fragebogen) die Ernährungsgewohnheiten, errechnet daraus eine Einnahmemenge eines bestimmten Nährstoffes und hat somit den geschätzten mittleren Bedarf EAR. Dann wird mittels einer mathematischen Umrechnung (Gausssche Normalverteilung) die RDA errechnet (+ 2 Standardabweichungen). Dann geht man davon aus, dass mit dieser täglichen Einnahmehöhe 97% der Bevölkerung keine Mangelerscheinungen entwickeln und gesund bleiben. Mathematisch gesehen ist diese Überlegung sinnvoll, es darf davon ausgegangen werden, dass damit die Bevölkerung als Ganzes gesund bleibt. Die Schwierigkeit liegt im Detail. Einerseits handelt es sich um Bevölkerungsgruppen! Und die Bestimmungen des EAR liegen zum Teil über 40 Jahre zurück, repräsentieren also die Ernährungsweise in jener Zeit (die unserer Eltern oder Grosseltern). Sie sind also nur ein Anhaltspunkt für gesunde, unbelastete Individuen, wie es im «Taschenatlas Ernährung» von Prof. Biesalski, Prof. Grimm und S. Nowitzki-Grimm nachzulesen ist.
In Europa beschäftigt sich die EFSA (European Food Safety Authority) mit demselben Thema und hat ebenso wie in den USA «Höchstmengen» = ein sicherer oberer Grenzwert der Einnahmemenge eines Stoffes erarbeitet. Dieser Wert namens UL (Tolerable Upper Intake Level) beschreibt keine Menge, ab welcher mit Vergiftungs- (=Toxizitäts-)Erscheinungen zu rechnen ist, sondern soll ein Auftreten von unerwünschten Effekten verhindern. (Bei dem Mineralstoff Magnesium wäre das z.B. der Durchfall.) Damit haben wir meistens mehrere Einnahme-Werte: – Die nutritiven Empfehlungen (sie gelten meistens für die Gesamtbevölkerung und geben für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Schwangere und Stillende oder Senioren höhere oder niedrigere Werte an); – die UL (Europa USA); – und den therapeutischen Dosierungsbereich. Damit versucht man, eine sinnvolle tägliche Einnahmemenge festzulegen, um einem «generellen Mangel» vorzubeugen, prophylaktisch einer Erkrankung vorzubeugen oder therapeutisch einen Mangel auszugleichen oder eine Erkrankung begleitend zu therapieren.
Das Ganze ist etwas verwirrend. Wie oben erwähnt sind auf jeden Fall die Einnahmemengen der fettlöslichen Vitamine sicherheitshalber mit einer Fachperson abzusprechen. Die wasserlöslichen Vitamine werden in der Regel (fast nicht gespeichert) und problemlos ausgeschieden. Sie sind daher tendenziell unbedenklich, was ihre Einnahmemenge betrifft.
Die fettlöslichen Vitamine: Es handelt sich dabei um die Vitamine A, D (Sonnenvitamin, es gibt bereits von uns Ratgeber darüber) E und K. Die wasserlöslichen Vitamine: Die Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C. Ein spannendes Thema!
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit
Für Fragen sind wir immer für Sie da.

Ratgeber Finanzen 13 – 2024

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Zinssenkung: Die Überraschung ist geglückt
Der Markt spekulierte schon länger über anstehende Zinssenkungen der kurzfristigen Leitsätze. Man vermutete mögliche Schritte aber eher im zweiten Teil des Jahres. Der (kleine) Schritt kam nun bereits im März und man konnte wieder mal zeigen, dass die Schweizer Nationalbank eigenständig ist. Der sofort sichtbare Effekt war, dass der in den letzten Jahren sehr starke Franken etwas an Stärke verloren hat und US-Dollar und Euro merklich zulegen konnten. Das könnte der SNB nicht ganz ungelegen kommen, hat sie doch immer noch eine aufgeblähte Bilanz aus den vielen Massnahmen der letzten bald 10 Jahre. Der im Herbst zurücktretende Vorsitzende Jordan könnte somit möglicherweise seinen «Laden» noch etwas aufgeräumter übergeben, sprich die immensen Fremdwährungsanlagen weiter abbauen und die Bilanz damit verkürzen. Es ist aber schon so, dass die Schweiz vom Inflationsschock viel weniger stark getroffen wurde als unsere europäischen Nachbarn oder auch die USA. Aus meiner Sicht nicht, weil wir überall viel besser sind, sondern eher, weil die meisten anderen noch viel mehr Fehler machen. Die daraus schwächelnden Währungen haben den Schweizer Franken stärker gemacht, was die importierte Teuerung abschwächt. Durch die Zuwanderung vieler Fachkräfte konnte auch eine mögliche Lohnsteigerungsspirale, welche oft in inflationären Zeiten zu beobachten ist, in der Schweiz bis jetzt unter Kontrolle gehalten werden. Kurzum, die Schweiz hat diese seit langem erste Inflationsphase recht ordentlich überstanden. Ob das schon das Ende war, wage ich zu bezweifeln. Die Geschichte zeichnete oft ein anderes Bild. Auch bezweifle ich, dass die Industrieländer ihre Finanzen wieder in den Griff bekommen. Masslose Defizite und Schulden machen hilft nur kurzfristig. Längerfristig kann es eine Zeitbombe sein. In der Schweiz wird diese kleine Zinssenkung aber eine «Verschnaufspause» bringen. Die Hypothekarschuldner und auch die Mieter (Referenzzinssatz wird wahrscheinlich nicht so schnell steigen) können weiterhin von sehr tiefen Sätzen profitieren.

Gold auf Rekordkurs
Der Goldpreis liegt aktuell bei rund 63 000 Franken pro Kilo oder 2175 Dollar pro Unze.
Gold war schon länger stark, hat aber in den letzten Monaten einen kleinen Sprung nach oben genommen. Für mich ein klareres Indiz, dass man ausserhalb des «Papiergelds» noch «harte» Alternativen sucht. Nicht Papiergeld, sondern Sachwerte. Etwas schwächere Zinsen haben diesem Aufwärtstrend sicher nicht geschadet, da Goldanlagen in Phasen von hohen Zinsen weniger interessant sind, da sie keine Zinsen bringen. Ein hoher Goldpreis ist für mich teilweise ein Fieberbarometer und zeigt, dass die Unsicherheit allgemein hoch oder sogar sehr hoch ist. Neben Kriegen stehen grosse und teure Herausforderungen wie Energiewende, Klimawandel, überalternde Gesellschaft mit Finanzierungsproblemen der Renten und ausufernde Kosten im Gesundheitswesen usw. usw. an. Wie das finanziert werden soll, steht mindestens teilweise in den Sternen. Die Gefahr ist gross, dass durch die Hintertür noch mehr Schulden gemacht werden und das Finanzsystem so längerfristig noch mehr untergraben wird. Auch die Rekordpreise von Bitcoin könnten eine ähnliche Unsicherheit aufzeigen.

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