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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Was machen die lokalen Werte?
In unregelmässigen Abständen gehe ich auf kleinere Nordwestschweizer Aktien ein, welche an einer Börse oder ausserbörslich gehandelt sind.
Naturenergie ist zwar mit einer Börsenkapitalisierung von rund 1 Milliarde CHF (und an SIX unter Kürzel NEAG gehandelt) nicht klein. Es ist aber mit den Kraftwerken Laufenburg und Rheinfelden und früher unter den Namen KWL oder später Energiedienst ein klarer Wert aus der Region. Strom gewinnt weiter an Bedeutung, und Naturenergie ist hier bestens positioniert. Aus unserer Sicht längerfristig ein solider Wert, welcher auf dem aktuellen Niveau von gut Fr. 32.- als Beimischung in ein Depot gelegt werden kann.
Tersa in Rheinfelden ist eine Immobiliengesellschaft in Rheinfelden, welche aber ein recht breit diversifiziertes Immobilien-Portefeuille hat und sich als langfristige Anlage lohnen könnte. Leider wird sie eher selten gehandelt, weshalb es sehr viel Geduld braucht. Tersa wird ausserbörslich mit Valor 253801 zu einem Preis von rund Fr. 15 500.- gehandelt.
Schützen Rheinfelden Immobilien AG ist eine kleine Immobiliengesellschaft. Die Immobilien haben alle einen Bezug zur Schützen-Klinik und sind ausschliesslich in Rheinfelden. Wegen eines hängigen Rechtsstreites kommen die Aktien schon länger nicht mehr vom Fleck. Sollte dieser positiv gelöst werden, könnte das einen Kursschub auslösen. Ansonsten solider Titel mit viel Substanz zu einem aus meiner Sicht fairen Preis (Valor 228360, aktuell rund Fr. 2500.-).
MCH Group (frühere Messe Schweiz) ist an der SIX unter Kürzel MCHN zu Preisen um Fr. 3.7 pro Aktie gehandelt, aber mit einer aktuellen Börsenbewertung von knapp CHF 120 Mio. ein kleiner Fisch. Nach schwierigen Jahren ist man nun aber wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt und gut positioniert. Anhand der aktuellen Zahlen ist die Aktie sehr fair bewertet und hat viel Luft nach oben, wenn die Gesellschaft den Aufwärtstrend bestätigen kann.
Diese Titel eignen sich als Beimischung, und da der Markt teilweise sehr dünn ist, sollte zwingend mit einer Kauflimite gearbeitet werden. Das sind natürlich persönliche Einschätzungen, und ich bin selber an diesen Firmen beteiligt.
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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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ChatGPT & Co. – Was ist im Job erlaubt?
Künstliche Intelligenz (KI) hält Einzug in den Büroalltag. Doch wer als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer im Betrieb Texte von einer KI schreiben lässt oder Code generiert, bewegt sich rechtlich auf dünnem Eis.
1. Geheimhaltungspflicht (Art. 321a OR)
Das ist das grösste Risiko: Wer Geschäftsgeheimnisse, Kundendaten oder interne Strategien in eine öffentliche KI – wie die Gratisversion von ChatGPT – füttert, verletzt die Treuepflicht. Diese Daten verlassen das Unternehmen und werden oft zum Training der KI genutzt. Folge: Eine Verletzung kann eine Abmahnung oder im Extremfall eine fristlose Kündigung nach sich ziehen.
2. Urheberrecht an KI-Werken
Nach aktuellem Schweizer Recht (Urheberrechtsgesetz) können nur Menschen Schöpfer eines Werkes sein. Das Problem: Ein rein von einer KI erstellter Text oder ein Bild geniesst keinen Urheberrechtsschutz. Das bedeutet, Konkurrenten könnten diese Inhalte kopieren, ohne dass Ihr Arbeitgeber rechtlich dagegen vorgehen kann.
3. Haftung für Fehler
Die KI «halluziniert» oft, sprich sie erfindet Fakten. Rechtlich gilt: Sie sind für das Arbeitsergebnis verantwortlich. Wenn die KI einen Fehler macht und Sie diesen ungeprüft übernehmen, haften Sie gegenüber dem Arbeitgeber für den entstandenen Schaden im Rahmen der üblichen Arbeitnehmerhaftung.
4. Datenschutz (Datenschutzgesetz)
Das Datenschutzgesetz verbietet es, Personendaten von Kunden oder Kollegen ohne explizite Einwilligung in externe KI-Tools einzugeben. Fazit: Fragen Sie Ihren Chef nach einer KI-Richtlinie. Nutzen Sie KI nur als «Sparringspartner» für Entwürfe, aber füttern Sie sie niemals mit sensiblen Daten.
Sollten Sie Fragen zum Thema haben oder rechtliche Hilfe benötigen, helfen Ihnen die Anwältinnen und Anwälte der Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG gerne weiter.
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Ihre Anfragen werden diskret behandelt
Jacqueline Zesiger
Executive MBA HSG
CAS Palliative Care, Universität Luzern
4324 Obermumpf
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Wohnformen im Alter
Verkauf Immobilie gegen Wohnrecht
Oft stellt sich die Frage nach der geeigneten Wohnart im hohen Alter. Gerade dieser letzte Umzug wirft viele Fragen auf, die gut beantwortet und vorab eingehend besprochen werden sollten. Der Verkauf des Wohneigentums gegen Wohnrecht, sei es mit lebenslangem Wohnrecht oder mit befristetem Wohnrecht, ist eine interessante Möglichkeit, im Eigenheim wohnen zu bleiben. Der sofortige Kapitalzuwachs ermöglicht die Finanzierung der Organisation des Haushaltes und ggf. der Pflege. Verkauft man es mit zusätzlicher Nutzniessung, ist man etwas freier bezüglich der «Nutzung» der Immobilie. So kann man sie jederzeit vermieten, ist jedoch für einige Themen mehr verantwortlich wie z.B. Unterhalt, Versicherungen und Hypotheken. Für bauliche Veränderung benötigt es immer eine Bewilligung des neuen Eigentümers. Man muss es nicht unbedingt an Familienangehörige verkaufen. Es kann auch eine junge Familie sein, die einige Jahre später mit ihren schulpflichtigen Kindern einzieht. Oder Investoren, die ein Haus kaufen, um es später zonengerecht in ein kleines Mehrfamilienhaus umzuwandeln. Als Anlageobjekt eignet es sich ebenfalls, da die stete Wertsteigerung mit eher geringen Risiken eine lukrative Rendite generiert.
Gründe, mit Wohnrecht zu verkaufen
Ein wichtiger und sowohl meistgenannter Grund ist die aktuelle Finanzlage und Sicherstellung des rechtzeitigen Erbvorbezuges der direkten Nachkommen. Ebenfalls stehen persönliche Ziele im Vordergrund. Man schätzt die Nachbarn, hat Freunde im nahen Umfeld und ist sehr gut eingerichtet. Kaum jemand möchte sich von seinen persönlichen Sachen trennen. Und vor allem – man will die Selbstständigkeit bewahren! Mit fortschreitendem Alter fallen aber viele Haushaltsthemen an, welche den Alltag erschweren. Nicht jede und jeder hat im näheren Umfeld Familie oder Freunde, die alsdann wöchentlich oder täglich Unterstützung bieten können. Zwingend müssen private Haushalts-Dienstleistungen und Pflegehilfe organisiert werden, was teuer zu stehen kommt.
Vorgehen beim Verkauf gegen Wohnrecht
Um für den Verkäufer und den Käufer die bestmögliche Situation zu schaffen, ist es ratsam, den Verkauf gut überlegt anzusteuern. Reden Sie mit der Familie, mit Freunden und eruieren Sie, was das Umfeld vorhat. Möchte ein Bekannter das Haus kaufen? Möchten die Nachbarn lieber in die neue Alterssiedlung ziehen und Sie gleich dazu aufmuntern? Wo wohnen Ihre Nächsten? Wie oft erhalten Sie Besuch? Hat es genügend Einkaufsmöglichkeiten, und wie weit ist die nächste Busstation entfernt? Nicht alle Menschen im Alter werden pflegebedürftig. Man kann bis ins hohe Alter gesund bleiben und selbstständig sein. Dass aber gegebenenfalls ein kleiner Umbau an Treppen oder im Badezimmer notwendig sein wird, ist einzukalkulieren.
Aufgrund vieler verschiedener Faktoren kann ziemlich genau entschieden werden, wie lange man noch im Eigenheim wohnen möchte. Nicht immer muss es «lebenslänglich» sein. Vielleicht noch vier Jahre, und dazwischen eine grosse letzte Reise organisieren und danach woanders wohnen? Oder sich den langersehnten Wunsch eines tollen Sportautos erfüllen. Eventuell fühlt man sich in zehn Jahren bereit, in eine Altersresidenz zu ziehen, um nicht alleine zu sein. Wichtig sind klare Verhältnisse zwischen Verkäufer und Käufer. Wünsche und Anliegen müssen im Kaufvertrag geregelt sein. Eine absehbare Verbleibezeit erhöht die Chance, einen passenden Käufer zu finden.
Mietobjekt / Generationenhaus
Bei einem Mietobjekt ist rechtzeitig mit dem Vermieter Kontakt aufzunehmen, um notwendige kleinere Umbauten bewilligt zu erhalten. Wenn auch auf eigene Kosten. Vermehrt gibt es Generationenhäuser mit speziellem Raumkonzept: Jeder hat sein eigenes Studio mit Bad/WC, ggf. kleine Küche, und man trifft sich im Gemeinschafts-Wohnraum.
Alterssiedlung oder altersgerechtes Wohnviertel
Eine Alterssiedlung bringt Vereinfachung im Alltag. Arztpraxen, Einkauf und öffentlicher Transport sind in der Nähe. Einzelpersonen können so gegebenenfalls mit Familie und Freunden planen, damit die letzte Lebensphase zusammen im gleichen Quartier erlebt wird.
Altersresidenz mit integriertem Pflegeheim
Eine Altersresidenz vereint alle Annehmlichkeiten. Eine Pflegestation ist integriert, und man kann bis zum Lebensende darin wohnen bleiben. Meist befindet sich die Residenz an einem ruhigen, schönen Ort mit Zugang zu öffentlichem Verkehr. Ein Alterspflegeheim ist oft die letzte Wohnstation. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ein nobles Designer-Pflegeheim nicht zwingend besser ist als ein öffentliches oder kleines privates Pflegeheim. Massgebend ist die Geschäftsleitung, welche das Pflegepersonal betreut und das Umfeld gestaltet. Tipp: Bei einem vorgängigen Besuch die Küche testen und die zufriedenen Gesichter prüfen!
Zeitfenster für den Umzug
Wichtig ist, rechtzeitig den Entscheid zu treffen, in eine Alterssiedlung zu wechseln. So ist das Risiko gering, im Ernstfall auf eine Warteliste zu kommen, resp. weit entfernt von seinen Nächsten ziehen zu müssen. Das Wohnen bleibt bis zum Lebensende einer der wichtigsten Lebensbereiche und bietet Raum für eine individuelle Gestaltung. Mit etwas Glück ist man in Familie oder unter Freunden wohlig eingebettet..
Jacqueline Zesiger ist Betriebswirtschafterin (Executive MBA HSG und CAS Palliative Care sowie EMR-zertifiziert) und seit vielen Jahren selbstständige Beraterin. Es ist ihr ein Anliegen, diese Tätigkeit im Rahmen von Unterstützung und Zusammenwirken auszuüben.
Für weitergehende Fragen und Unterstützung erreichen Sie Jacqueline Zesiger wie folgt:
Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Krieg gegen den Iran
Machen wir kurz ein Gedankenexperiment: Wenn Putin den Iran angegriffen hätte, läsen wir wohl von «unprovoziertem, völkerrechtswidrigem Angriffskrieg». Da hier nun aber die USA und Israel der Angreifer sind, ist das natürlich etwas anderes. Meine Meinung ist, dass wegen der iranischen Unterstützung von Hamas, Hizbollah und dem Ziel, Israel zu vernichten, dieser Krieg nicht unprovoziert war. Und ja, das Mullahregime ist wohl ein eher übles und ist teilweise gewaltsam gegen die eigene Bevölkerung vorgegangen.Völkerrechtswidrig bleibt der Irankrieg dennoch und ebenso (wie bei jedem Krieg) gibt es einen Angreifer.
Obiges Gedankenspiel zeigt aber auf, wie heuchlerisch und blind auf dem eigenen Auge wir vieles beurteilen und eigener Propaganda unterliegen. Beim einen völkerrechtswidrigen Krieg haben «wir» mittlerweile wohl 20 Sanktionspakete beschlossen, beim anderen bin ich überzeugt, dass es keine Sanktionen vom Westen geben wird.
Erdölpreis
Der Iran schiesst zurück, ein Regimechange ist noch nicht gelungen. Auch wenn der Iran relativ isoliert erscheint, ist es nicht einfach ein kleiner Nobody. Die Reaktion des Erdölpreises ist mit dem starken Anstieg auf aktuell 83 USD pro Barrel Brent (Anfang Jahr bei 61) nachvollziehbar. Es ist schwierig abzuschätzen, wie lange das andauern wird und auch, ob der Iran den Durchgang durch die Strasse von Hormuz ‚abstellen‘ kann (weil zu gefährlich), was zu noch stärkeren Preisreaktionen führen kann.
Börsenreaktion
Ich schreibe diesen Kommentar am Donnerstag, also gut drei volle Börsenhandelstage, nachdem die USA und Israel diesen Krieg gegen Iran am Wochenende gestartet haben. Die asiatischen (und etwas weniger die europäischen) Aktienmärkte haben anfangs mit starken Kursverlusten reagiert, sich dann aber gefangen. Netto stehen sie meist leicht im Minus im Vergleich zu Freitag.
Für mich nicht plausibel ist einmal mehr die Reaktion der US-Börsen. Trotz dieser Eskalation steht die US-Börse aktuell unverändert gegenüber dem Niveau am Freitag vor dem Start des Krieges und nicht weit unterhalb der absoluten Höchststände (aktuell S&P 500 bei 6870). Natürlich gibt es Profiteure (z.B. Waffen- oder Erdölproduzenten), dennoch gibt es für die gesamte Wirtschaft mehr Negatives als Positives. Der Inflationsdruck wird zumindest kurzfristig höher, die Kosten des Krieges steigen laufend an, die Energiekosten sind teurer, die Unsicherheit auch bezüglich Logistik und Lieferketten ist grösser.
Ich habe schon im letzten Ratgeber davon geschrieben. Es gibt zahlreiche Warnlichter: Die Investoren sind sehr bullisch, die Junk Bond Spread sind sehr tief, die Marktkonzentration ist sehr hoch, die Bewertung des US Aktienmarkts ist rekordhoch, dito das Leverage gemessen an den Wertpapierkrediten. Die Staatsverschuldungen steigen laufend, die Staatsdefizite bleiben enorm trotz fast Vollbeschäftigung z.B. in den USA. Neu hinzu kommen dieses Jahr Unsicherheiten durch die amerikanischen Interventionen in Venezuela und den nun gestarteten Irankrieg nebst den weiterhin bestehenden Abschottungen im Nachgang des noch immer nicht gestoppten Ukrainekriegs. Es ist vermutlich nicht so eine schlechte Zeit, das eigene Depot auf die persönliche Risikofähigkeit hin zu überprüfen.
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Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch
So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl
«Sie sind wertvoll und genau richtig, so wie Sie sind!» Glauben Sie dieser Aussage? Wie wertvoll fühlen Sie sich auf einer Skala von 0 bis 10? Und warum nicht weniger? Wenn Sie an einen Erfolg in Ihrem Leben denken: Welche Fähigkeiten brauchten Sie dazu? Wenn Sie an eine Krise oder eine schwierige Lebenssituation denken: Welche Kompetenzen haben Ihnen geholfen, da herauszukommen?
Das Selbstwertgefühl entwickelt sich in der Kindheit grundsätzlich zuerst durch die Beziehung zu den Eltern. Haben Sie bedingungslose Wertschätzung erfahren, waren Ihre Mutter und Ihr Vater präsent und haben Ihnen zugehört, haben Sie sich unterstützt und geliebt gefühlt, dann haben Sie mit gros-ser Wahrscheinlichkeit eine sichere Bindung zu Ihrer Umwelt – und zu sich selbst – aufgebaut. Ihre Bezugspersonen haben dafür gesorgt, dass Sie zunächst kleinere und mit der Zeit grössere Aufgaben allein und selbstständig geschafft haben. Dadurch konnten Sie Vertrauen in Ihre Fähigkeiten entwickeln und Selbstwirksamkeit erfahren. Auch wenn nicht immer alles gelungen ist, konnten Sie durch Ihre Fehler lernen. Auch Scheitern und Verlieren sind wichtige Bestandteile des Lernens. Darum sind gerade Teamsportarten für Kinder sehr gesund, weil sie dort lernen, gemeinsam zu gewinnen, aber auch gemeinsam zu verlieren.
Nicht immer verläuft eine Kindheit ideal, und viele Kinder und Jugendliche spüren schmerzlich, dass sie nur geliebt werden, wenn sie Leistung erbringen oder sich anpassen. Sie definieren ihren Selbstwert über die Reaktion anderer Menschen. Kann ich meine Mutter glücklich machen durch gute Schulnoten? Oder meinen Vater, wenn ich hübsch aussehe? Ist der Lehrer zufrieden mit mir, wenn ich seine Meinung wiederhole, oder gibt es Raum für eigene Ideen? Wie fühle ich mich, wenn ich allein bin? Zweifle ich an mir und meinen Fähigkeiten? Habe ich Angst, in der nächsten Prüfung zu versagen, auch wenn ich eigentlich keinen Grund dazu habe? Wenn meine Überzeugung ist, dass ich dumm bin, wird sich dies auf das Ergebnis auswirken. Viele Menschen sind auch im Erwachsenenalter ständig darum bemüht, es allen recht zu machen und verlieren dabei ein Gefühl für den eigenen Weg. Wie kann es mir gelingen, liebevoll zu mir zu sein, auch wenn ich gerade emotional war oder meine Meinung auf Widerstand stösst? Oft verlieren sich Menschen mit einem niedrigen Selbstbewusstsein in endlosen Gedankenschlaufen, wie ihnen nur ein solcher Fehler passieren konnte. Mensch sein heisst aber auch Fehler zu machen, nicht jeder Situation gewachsen zu sein, seine Schattenseiten zu zeigen. Habe ich in solchen Situationen die Fähigkeit, mir selber zu vergeben?
Ein besseres Selbstwertgefühl zu erlangen heisst, zunächst einmal Veränderungen auf der Gedankenebene vorzunehmen. Beobachten Sie, wie Sie über sich denken und in welchem Ton Sie zu sich selbst sprechen. Wenn Sie einen negativen Glaubenssatz entdecken, sprechen Sie liebevoll zu sich selbst und machen Sie sich klar, dass diese Aussage aus der Vergangenheit stammt und heute so nicht mehr zutrifft. Sprechen Sie sich auch vor anderen Menschen nicht schlecht über sich, z. B. «Ach, das kann ich nicht, dafür bin ich zu ungeschickt, mein Mann kann das viel besser…». Je öfter Sie solche Aussagen wiederholen, desto mehr glauben Sie selbst daran. Versuchen Sie immer wieder, im Kleinen etwas Neues zu wagen, und sprechen Sie auch laut zu sich selbst: «Das ging ja! Prima!» Studien haben gezeigt, dass Menschen, die in schwierigen Lebenssituationen laut mit sich selbst sprechen, besser durch Krisen kommen. Wagen Sie auch mal etwas ganz Neues, auch wenn Sie im Vorfeld etwas Angst oder Unsicherheit verspüren. Setzen Sie sich kleine Ziele. Ein gutes Selbstwertgefühl umfasst auch die Fähigkeit, sich abzugrenzen: Nein zu sagen zu Menschen, die Sie nicht unterstützen oder Ihnen nicht wohlgesinnt sind. Nein zu sagen zu Situationen, die Ihnen nicht mehr entsprechen.
Je mehr Sie im Einklang mit sich selbst sind, desto mehr Chancen und Möglichkeiten werden sich zeigen. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern echt: mit Ihren Stärken und Ihren Schwächen. Manchmal haben wir das Gefühl, allen anderen gehe es super, sie hätten alles im Griff, zweifelten nicht an sich. Sie irren sich! Alle Menschen haben Herausforderungen, aber vielleicht haben sie schon besser gelernt, auf ihre Stärken zu setzen, statt weiterhin auf ihre Schwächen zu starren.
Es ist nie zu spät, liebevoll auf sich zu schauen. Sie sind wertvoll, auch ohne, dass Sie etwas leisten. Sie sind einmalig, Sie haben Talente und Fähigkeiten und sind liebenswert – genau so, wie Sie sind. Sie müssen weder geheilt noch therapiert werden. Sie dürfen sich entspannen und sich so annehmen, wie Sie sind. Tönt zu einfach? Versuchen Sie es für 2 Minuten und schauen Sie, wie es sich anfühlt... .
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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Fricktaler Immobilienmarkt erfreulich, aber selektiver
Der Fricktaler Immobilienmarkt präsentiert sich in guter Form. Der durch Corona bedingte Nachfrageüberhang hat sich abgebaut und wir sehen einen guten, aber nicht euphorischen Markt. Die gehandelten Preise sind jedoch sehr stark abhängig von den Ortschaften und Lagen. Zudem ist der modische Zustand heute ein recht wichtiges Kriterium. Ein Objekt kann zwar gut im Schuss sein, wenn die Käufer sehr viel ändern müssen, damit es ihren Bedürfnissen entspricht, kann das beim Verkauf eine höhere Durchfallquote bedeuten. In einem günstigeren Preissegment gibt es fast immer genügend Interessenten, welche solche modischen Defizite in Kauf nehmen. In einem oberen Preissegment wird das dann schnell selektiver. Vereinfacht: Gefragt sind zeitgemässe Ein- und Doppelhäuser an vernünftigen Lagen, bei welchem keine riesigen Erneuerungen nötig sind. Zahlbares Bauland und moderne, helle Etagenwohnungen in Gemeinden mit guter Infrastruktur. Teure, aber renovationsbedürfte Häuser mit viel nicht separat überbaubarem Land stossen eher auf eine bescheidenere Nachfrage, ausser der Preis stimmt. Auch weniger gefragt sind Wohnungen ohne Lift, Maisonettewohnungen und grosse Bauernhäuser.
Sind aktiv gemanagte Fonds noch zeitgemäss
Ja, aber nur sehr wenige Fonds schaffen es, eine bessere Rendite als passive Fonds (meist ETF’s), welche einen Index nachbilden, regelmässig zu erzielen. Rechnet man die höheren Kosten noch ab, wird die Auswahl noch kleiner. Die Selektion ist sehr schwierig. Zudem bedeutet in der Vergangenheit besser nicht automatisch, dass diese Fonds in der Zukunft auch besser sind. Ich persönlich bin sehr wählerisch geworden. Mit über 30 Jahre Anlageerfahrung habe ich viel erlebt: Von plötzlicher Schliessung mit Liquidation, Änderung des Anlageuniversums, Fondsmanagerwechsel (ein Topexperte wechselt zur Konkurrenz) bis zu Zusammenlegungen. Da kann sich die beste Anlageidee oder die beste Fondsselektion schnell in Luft auflösen. So hat ein Kollege einen längerfristig erfolgreichen Emerging Markets Fonds gefunden. Kaum investiert, wird er wegen des Wegganges eines ganzen Teams komplett geschlossen. Ausser Spesen nix gewesen...
Im ETF Bereich haben wir viele grosse Anbieter. Bei den aktiven Fonds meiden wir ganz kleine, aber auch die ganz grossen. Bei den kleinen Fonds besteht oft die Gefahr, dass diese geschlossen werden. Ganz grosse sind oft träge. Zudem sollte man einen Anbieter haben, für welchen der Fonds auch wirklich eine Bedeutung hat und nicht etwas unter vielem ist. Damit ist die Chance viel grösser, dass der Fonds ähnliche Interessen wie der Anleger hat. Ganz wichtig sind auch noch die Kosten. Hohe Ausgabekommissionen und hohe laufende Gebühren sind ein klares Killerkriterium. .
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Jacqueline Zesiger
Executive MBA HSG, CAS Palliative Care
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Vorsorgeauftrag
Tücken des Vorsorgeauftrages
Der Vorsorgeauftrag gehört mitunter in die gesundheitliche Vorausplanung. Nebst Patientenverfügung und Testament. Viel wichtiger ist aber die Auseinandersetzung mit sich selbst, gerade in diesen wichtigen Lebensthemen. Oft wird Krankheit, Tod oder nur schon die Tatsache, dass man einen schweren Unfall erleiden könnte, ausgeblendet. Verständlich, aber beim Eintreten des Falles, oder gerade im Alter, kommen diese Themen und damit die Fragen. Eine Urteilsunfähigkeit tritt ein und man ist dieser Auseinandersetzung plötzlich ausgeliefert. Besser dran ist man, wenn man vorsorglich – mit einem Vorsorgeauftrag – gewappnet ist. Und je mehr Lebensbereiche tangiert sind, umso mehr muss organisiert sein.
Gründe für eine gesundheitliche Vorausplanung
Ein wichtiger Aspekt ist die Selbstbestimmung. Bei einer Urteilsunfähigkeit, wenn auch nur vorübergehend, ist es ratsam, alle wichtigen Themen organisiert zu wissen. Der Vorsorgeauftrag ermöglicht, dass eine bestimmte Person oder mehrere Personen Zugang zu allen Aspekten des Lebens haben. Wenn niemand weiss, wo welche Dokumente – wie z.B. die Patientenverfügung – aufbewahrt werden, welche Bankkonten für Zahlungen verwendet werden können, wer das Haus normalerweise unterhält, dass gerade ein Wohnungsverkauf im Gange ist, oder man mit Freunden kurz davor ist, eine grössere Reise zu unternehmen, kann das zu ziemlich viel Unruhe oder gar Hilflosigkeit führen.
Arten Vollmachten
Eine Generalvollmacht mit Substitutionsbefugnis ist nicht das gleiche wie ein Vorsorgeauftrag. Eine sogenannte Generalvollmacht gibt einer Person alle Befugnisse über alle Themen. Zum Beispiel bis hin an Aktionär- oder Genossenschafterversammlungen teilzunehmen. Eine behördliche Intervention im Falle eines Missbrauchs ist schwieriger. Darum soll unbedingt geprüft werden, wer welchen Zugang zu welchen Daten oder Finanzangelegenheiten erhält. Ein Haus ist schnell verkauft und oft unterscheiden sich die Investitionspraktiken merklich. – «Darum prüfe, wer sich bindet.»
Klare Aufträge erteilen
Die vorsorgebeauftragte Person kann im Familien- oder im Freundeskreis bestimmt werden. Selbstverständlich bietet ein Rechtsanwalt oder Treuhänder ebenfalls eine geeignete Unterstützung. Hier sei erwähnt, dass die KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) durchaus kompetente Ansprechpartner sind, im Falle, dass kein Vorsorgeauftrag etabliert wurde. Zudem muss man wissen, dass ein Vorsorgeauftrag immer von der KESB (Behörde) abgesegnet werden muss, bevor effektiv wichtige Aufgaben übernommen werden können. Konkret heisst das, dass eine medizinische Diagnose erstellt werden muss, bestätigt von z.B. Hausarzt/Spital, dass die Urteilsunfähigkeit eingetreten ist. Dieses Dokument, zusammen mit dem Original des Vorsorgeauftrages, ist der Behörde für die Überprüfung der Richtigkeit zu unterbreiten.
Zur Aufgabe des Bevollmächtigten, d.h. des Vorsorgebeauftragten gehören sämtliche Aufgaben, die das Erfüllen des Auftrages ermöglichen: Vermögensvorsorge, Umsetzung Patientenverfügung, Zuständigkeit Immobilie und Haushalt (Verwaltung Haus, Wohnung oder Mehrfamilienhaus), Information im Bekanntenkreis. Daraus entstehen Behördengänge, rechtliche Vertretung sowie Entscheide, die zu treffen sind, im Wohle und im Sinne des Vollmachtgebers.
Vorsorgebeauftragte tragen eine grosse Verantwortung und übernehmen viele Aufgaben. Vorsorgeauftragnehmende erhalten damit auch Einsicht in das persönlichste und damit Macht über deren Verfügung. Nicht desto trotz ist es einem Vorsorgebeauftragten nicht möglich, unbeirrt zu seinen Gunsten Entscheide zu treffen, gerade im Bereich der Finanzen. Es gibt klare Gesetze und Reglemente. Bei einem offensichtlichen Missbrauch, kann dies strafrechtlich verfolgt werden. Daher empfiehlt es sich, die Aufgaben auf mehrere Personen aufzuteilen, um eine gewisse Kontrolle zu gewähren. Auch, um den gesamten Aufwand nicht nur einer Person zuzumuten. Zudem ist das Wissen je nach Gebiet nicht vorhanden, so dass es Sinn macht, Personen in den Vorsorgeauftrag zu nehmen, welche auch kompetent sind und zeitlich zur Verfügung stehen können. Ebenfalls empfiehlt es sich, im Vorsorgeauftrag eine Form der Entschädigung aufzulisten, damit die bevollmächtigte Person nicht ausgenutzt oder überfordert wird. Auch innerhalb der Familie ist dies gut zu bereden und zu vereinbaren, damit klar ist, wer welche Aufgaben übernimmt und entsprechend entschädigt wird.
Hinterlegung des Vorsorgeauftrages
Das Original des Vorsorgeauftrages muss handschriftlich verfasst, datiert und unterschrieben werden. Analog eines Testaments. Gute Vorlagen sind bei diversen sozialen Organisationen und Ämter kostengünstig zu erhalten. Wer nicht mehr in der Lage ist, so viel handschriftlich zu schreiben, kann es ausgedruckt beim Notar beglaubigen lassen. Das Original bleibt im eigenen Haushalt, und Kopien davon werden dem oder den Vorsorgebeauftragten übergeben. Jede vorsorgebeauftragte Person muss wissen, wo das Original aufbewahrt wird. So ist garantiert, rasch handeln zu können, wenn der Fall der Urteilsunfähigkeit eintritt. Hier sei zu erwähnen, dass ein Testament zur Sicherheit immer im Original bei einer kantonalen Amtsstelle, Treuhänder oder Rechtsanwalt hinterlegt sein sollte.
Jacqueline Zesiger ist Betriebswirtschafterin (Executive MBA HSG und CAS Palliative Care sowie EMR-zertifiziert) und seit vielen Jahren selbstständige Beraterin. Es ist ihr ein Anliegen, diese Tätigkeit im Rahmen von Unterstützung und Zusammenwirken auszuüben.
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Einzahlung Säule 3a
Wer in die dritte Säule einzahlt, hat v.a. zwei Vorteile: i) er kann den Einkauf bei den Einkommenssteuern geltend machen (und reduziert damit seine Steuerrechnung) und ii) sowohl das Vermögen selbst wie auch die Erträge, die in der dritten Säule erzielt werden, bleiben steuerfrei. Erst bei Auszahlung des angesparten 3a-Vermögens idR bei der Pensionierung wird eine Besteuerung zum Vorzugssatz fällig.
Wer nicht erst Ende, sondern bereits Anfang des Jahres in die Säule 3a einzahlt, der vergrössert natürlich seine 3a-Erträge. Bei den aktuell sehr tiefen Zinsen ist das zwar weniger relevant, aber der Tipp, dass die Einzahlung in die Säule 3a besser bereits am Anfang des Jahres erfolgen soll, bleibt im Grundsatz nach wie vor richtig.
Wer bei einer Pensionskasse angeschlossen ist, für den gilt 2026 ein Maximalbetrag von 7258 Franken. Wer keiner Pensionskasse angeschlossen ist, der darf 2026 maximal 20 Prozent von seinem Netto-Erwerbseinkommen (im Maximum 36 288 Franken) einzahlen.
In der Geopolitik geht’s drunter und drüber…
Das Jahr 2026 ist erst gut drei Wochen alt, aber die politischen Ereignisse überschlagen sich. Die USA entführen den venezolanischen Präsidenten Maduro und setzen die Vize-Präsidentin als neue Machthaberin ein. Im Iran werden Proteste brutal niedergeschlagen, ein Regimewechsel scheint hier aber nicht zu klappen. Weil Trump den Friedensnobelpreis nicht erhalten hat, fühlt sich der US-Präsident nach eigenen Aussagen nicht mehr dem Frieden verpflichtet. Zeitgleich gibt Trump den Plan bekannt, eine Art Parallel-Uno zu gründen mit dem «Rat des Friedens», dessen Vorsitzender zufälligerweise Trump selber sein soll. Und der US- Präsident droht dem alliierten Nato-Land Dänemark mit militärischer Gewalt, wenn es Grönland nicht kampflos abgeben will. Dann nimmt er die Gewalt-Drohung (und Zoll-Drohung gegen widerständlerische europäische Länder) zwar zurück, bleibt aber bei seiner Forderung, die USA müssten Grönland bekommen. Und was dürfen die Grönländer dazu sagen?
... und auch US-innenpolitisch ist die Hölle los
Ein ICE (Immigration and Customs Enforcement)-Polizist erschiesst eine US-Amerikanerin. Die US Regierung will die Notenbank FED gefügig machen und bekämpft die Unabhängigkeit der Notenbank mit immer fragwürdigeren Mitteln. Das Justizministerium droht dem FED-Chef Powell nun mit einer Klage und will ihn vorladen (Hintergrund sind Baukostenüberschreitungen).
Politische Sicherheit und Planbarkeit nehmen ab, Krisenwährung Gold legt zu
Kein Wunder, wenn in solchen Zeiten Krisenschutz gesucht ist: Gold, Silber und andere Edelmetalle haben massiv zugelegt. Nicht nur die Fundamentaldaten (Staatsschulden und -defizite, Begrenztheit von Gold vs Geldmengenausweitungen bei klassischen Währungen, Inflation, …) sprechen für Gold, sondern auch die zunehmenden Unsicherheiten treiben den Preis weiter an.
Aktienmarkt von Unsicherheit bislang kaum beeindruckt
Anders scheint es noch der Aktienmarkt zu sehen. Der US-Aktienmarkt steht in der Nähe von Allzeithöchstständen, obwohl klassischerweise Unsicherheit eher für sinkende Kurse sorgen sollte. Und es gibt zahlreiche weitere Warnlichter: Die Investoren sind sehr bullisch, die Junk Bond Spread sind sehr tief, die Marktkonzentration ist sehr hoch, die Bewertung des US-Aktienmarkts ist rekordhoch, dito das Leverage gemessen an den Wertpapierkrediten. Auf unserer Webseite finden Sie dazu im aktuellen Finanzmarktbericht diverse Grafiken.
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Sonja Wunderlin, Praxis für Naturmedizin
Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg
Aphrodite – natürlich Lust!
Keine Lust mehr. Welche Geheimtipps hält Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe und der Schönheit, zu diesem Thema bereit?
Es gibt viele verschiedene Ursachen, weshalb die körperliche Lust abhanden kommen kann. Es kommen psychische, soziale oder körperliche Ursachen infrage. Es gibt im Verlauf des Lebens ganz natürlich verschiedene Phasen der Lust und auch der Lustlosigkeit, die können beide aus dem Menschen selber heraus entstehen oder mit dem jeweiligen Partner zu tun haben. Solange beide Partner damit zufrieden sind, ist alles im Butter. Wenn der «Lust-Verlust» aber zum Frust wird, empfehle ich, etwas Neues auszuprobieren. Erst mal können die ganz klassischen aphrodisierenden Mittel getestet werden. Sind diese nicht gewinnbringend, ist es allenfalls ratsam, sich Unterstützung zu holen.
Aber jetzt zu Aphrodite. Sie ist die schöne Schaumgeborene, laut griechischer Mythologie aus der Vermählung der Genitalien des Uranos und den Wellen des Meers, im feucht-warmen Klima entstanden. «Aphrodisiaka», Lust-fördernde Mittel, sind bis heute nach ihr benannt. Viele sind flüssig, wässrig, ölig, würzig oder schäumend. Es gibt in allen Kulturen Kräuter und Geheimrezepte, die bei der einen oder anderen Situation unterstützen können, wieder zu mehr Lust zu verhelfen. Einige erprobte Mischungen und Kräuter möchte ich hier preisgeben.
«Mars» – Gewürzmischung bei Libidomangel des Mannes
2 Teile Kubebenpfeffer-Pulver, 2 Teile Galgantwurzel-Pulver, 4 Teile Zimtpulver, 4 Teile Anispulver, 1 Teil Muskatblüte-Pulver täglich ans Essen geben.
Düfte – Love is in the air
5 Tropfen der ätherischen Öle von Jasmin, Rose, Neroli, Tuberose, Muskatellersalbei, Rosmarin, Benzoe, Vetiver oder Cistrose in einen kleinen Duft-Roll-on geben, mit Olivenöl auffüllen. Auf den Pulsstellen und hinter den Ohren anwenden. Oder fünf Tropfen ätherisches Öl nach Wahl in eine Duftlampe geben und den Raum beduften. Oder in ein Schaumbad geben und gemeinsam ein Bad geniessen.
Amors Liebesöl
Auf 20 ml Olivenöl 15 Tropfen ätherisches Öl von Rosmarin (stark durchblutungsfördernd) oder Vetiver (männlicher Duft) oder Rosengeranie (einlullend, sanfter Duft) oder Melisse (entspannend, einhüllend) einmischen. In eine schöne Flasche füllen. Als Massageöl verwenden, während oder vor dem Liebesspiel. Achtung: Nicht in Kombination mit Kondomen verwenden.
Beckenboden stärken
Die Schliessmuskeln im Beckenboden werden angespannt und gehalten, langsam auf 5 zählen. Vorsichtig loslassen in der Vorstellung, dass sich der Unterleib langsam öffnet. Mehrmals täglich wiederholen. Auch nach dem Toilettengang oder auf dem Bürostuhl gut anwendbar.
Zeit für die Liebe
Reservieren Sie sich einen Abend pro Woche oder einen Tag pro Monat exklusive Liebe-Zeit mit Ihrem Partner. Gehen Sie möglichst experimentierfreudig und offen zu diesem Rendezvous, lassen Sie allen Druck und das Mobiltelefon beiseite. Schalten Sie ab. Diese Stunden sind nur für Sie da. Es muss nicht Sex sein: Geniessen Sie eine gegenseitige Massage, eine erotische Geschichte, ein gemeinsames Bad, Berührung, bereiten Sie für den Partner abwechslungsweise etwas Schönes vor, tauschen Sie sich aus über Dinge, die Ihnen wichtig sind, lassen Sie Ihre Phantasie walten.
Liebeswein
Den Wein mit den Zutaten ansetzen und einen Monat lang ziehen lassen. Abseihen. Abends zusammen je ein Glas in ruhiger und angenehmer Atmosphäre trinken. Der Liebeswein ist ein magisches Getränk, das die Entspannung und Zugewandtheit fördert und geneigt macht zur Liebe. Er kann jedoch nichts erzwingen.
1 Liter Rotwein, 1 Msp geriebene Muskatnuss, 2 EL Damianakraut (aus der Naturdrogerie), 3 Prisen Rosenblütenblätter, 1 Vanilleschote, längs aufgeschnitten, Honig nach Belieben
Ich wünsche viel Vergnügen allerseits.
Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch
Dr. Monika Mayer, Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
Thiamin (Vitamin B1) – klein, aber lebenswichtig
Die Aufgaben von Thiamin im Körper Energiegewinnung: Thiamin hilft dem Körper, Kohlenhydrate aus der Nahrung – zum Beispiel aus Brot, Kartoffeln oder Obst – in Energie umzuwandeln. Ohne ausreichend Vitamin B1 und Magnesium kann dieser Prozess nicht richtig ablaufen. Ein Mangel führt dazu, dass man sich müde, antriebslos oder schnell erschöpft fühlt.
Einschub: Kollagen, ein wichtiges Strukturprotein für Haut, Bindegewebe, Blutgefässe und Wundheilung, braucht für seine Produktion viel Energie. Fehlt Thiamin, laufen diese Prozesse langsamer ab die Zellregeneration und damit auch der Aufbau von Kollagen können beeinträchtigt sein. Thiamin wirkt also nicht als direkter «Baustoff», sondern als wichtiger Helfer im Hintergrund, damit die Kollagenbildung reibungslos funktioniert.
Schutz vor Stoffwechsel-Nebenprodukten
Bei diesem Umwandeln von Nahrung in Energie entstehen Zwischenstoffe, die sich im Körper anreichern und Zellen belasten können. Diese Zwischenprodukte, sollten nur kurz vorhanden sein. Zu den wichtigsten gehören: Pyruvat (Brenztraubensäure), Laktat (Milchsäure) und α-Ketonsäuren. Sie sind nicht grundsätzlich giftig, können aber problematisch werden, wenn sie sich anreichern. Thiamin wirkt dabei wie ein Verkehrshelfer im Stoffwechsel. Ohne ihn stauen sich Zwischenprodukte, mit ihm läuft alles flüssig weiter. Thiamin aktiviert Enzyme (zum Beispiel: Pyruvat-Dehydrogenase, Transketolase). Diese verhindern, dass sich Zucker-Abbauprodukte im Körper ansammeln und schützt somit Zellen.
Nervensystem und mentale Leistungsfähigkeit
Vitamin B1 ist wichtig für die Funktion der Nerven. Es hilft bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen. Es unterstützt Konzentration, geistige Klarheit, Reaktionsfähigkeit, das Gedächtnis, kurz die geistige Leistungsfähigkeit. Ein Mangel kann sich durch Reizbarkeit, Nervosität oder Konzentrationsprobleme und auf körperlicher Ebene durch Kribbeln in Händen oder Füssen bemerkbar machen.
Bedeutung für Herz und Muskeln
Herz und Muskulatur benötigen ständig Energie. Thiamin trägt dazu bei, dass diese Organe zuverlässig arbeiten können, sprich mit ausreichend Energie versorgt werden. Bei einer Unterversorgung können Herzklopfen, Muskelschwäche oder eine verminderte Belastbarkeit auftreten.
Bedarf:
Der tägliche Bedarf an Thiamin ist gering, liegt bei Erwachsenen bei etwa 1 bis 1,3 mg pro Tag, kann aber meist gut über eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden.
Studien zeigen sowohl in Frankreich als auch in Österreich eine mangelhafte Versorgungslage der Gesamtbevölkerung. In der Schweiz zeigen bisher nur die Risikogruppen einen Mangel:
- Menschen mit hohem Alkoholkonsum (Alkohol stört die Aufnahme von Thiamin im Darm und erhöht gleichzeitig den Bedarf. Das ist eine der häufigsten Ursachen für einen echten Vitamin-B1-Mangel.)
- Ältere Erwachsene (Mit dem Alter kann die Aufnahme von Vitaminen im Darm weniger effektiv werden. Zudem essen manche ältere Menschen weniger abwechslungsreich, was das Risiko erhöht.)
- Menschen mit einseitiger oder schlechter Ernährung (Wer viele stark verarbeitete Lebensmittel isst und wenig Vollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Nüsse nimmt oft zu wenig Thiamin auf.)
- Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen (Krankheiten wie Morbus Crohn, Zöliakie, chronische Darmentzündungen oder nach bestimmten Operationen können die Aufnahme von Nährstoffen stören – auch von Thiamin.)
- Menschen mit stark erhöhter Kalorienzufuhr (Bei einer sehr hohen Zucker- oder Kohlenhydratzufuhr steigt der Bedarf an Thiamin, weil es für den Zuckerstoffwechsel gebraucht wird.)
- Personen mit erhöhter Stoffwechselbelastung wie Schwangere und Stillende (ihr Bedarf ist erhöht)
- Kinder und Jugendliche in Wachstumsphasen
- Menschen mit Fieber oder schweren Infekten (In solchen Situationen kann der Bedarf steigen.)
- Menschen unter bestimmten Medikamenten (Einige Medikamente können Thiamin-Reserven senken oder die Aufnahme stören z. B. bestimmte Diuretika. In solchen Fällen lohnt sich eine ärztliche Abklärung.)
Wen betrifft es in der Schweiz wirklich?
Es betrifft diejenigen, bei denen mehrere Risikofaktoren zusammenkommen – z. B. langjähriger Alkoholmissbrauch plus schlechte Ernährung oder eine chronische Darmerkrankung.
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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
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Keine Vertrauensperson?
Sie wollen Ihre Vorsorge für den Fall Ihrer Urteilsunfähigkeit und Ihren Nachlass für den Fall Ihres Ablebens regeln, haben aber niemanden, dem Sie voll vertrauen? Erstellen Sie einen Vorsorgeauftrag mit einer Kontrollperson (z.B. Anwalt), definieren Sie klare Regeln und eine Stellvertretung, nutzen Sie professionelle Beratung, um die Rolle des Beauftragten präzise zu definieren und Missbrauch zu verhindern, und erwägen Sie einen Willensvollstrecker für das Erbe, der die Einhaltung Ihrer Wünsche überwacht. Im Einzelnen:
Für Vorsorge (Gesundheit & Finanzen)
1. Vorsorgeauftrag mit Kontrollmechanismus
Bestimmen Sie eine Person (auch wenn es jemand ist, dem Sie nur bedingt vertrauen), aber fügen Sie eine Kontrollperson hinzu, die Berichte prüft und bei wichtigen Entscheidungen mitentscheidet. Legen Sie fest, dass der Beauftragte regelmässig (bspw. jährlich) einen Bericht abliefert oder bestimmte, wichtige Aktionen nur mit Zustimmung der Kontrollperson ausführen darf. Auch wenn die KESB (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) die Vertretung grundsätzlich überwacht, ermöglicht diese Massnahme eine zusätzliche Kontrolle und Absicherung.
2. Professionelle Hilfe suchen
Wenden Sie sich an Institutionen und Stellen für Beratung und Unterstützung bei der Formulierung. Sprechen Sie mit einem Anwalt oder einem Notar, um den Vorsorgeauftrag rechtssicher und detailliert zu gestalten.
3. Klare Definitionen
Seien Sie präzise in der Formulierung der Aufgaben des Beauftragten (z.B. Bankgeschäfte vs. medizinische Entscheidungen). Legen Sie eine stellvertretende Vertretungsperson fest, falls Ihre erste Wahl ausfällt.
Für das Erbe (Testament & Vollstreckung)
1. Willensvollstrecker einsetzen
Wenn Sie einen Lebenspartner haben, empfiehlt es sich grundsätzlich, diesen in Ihrer letztwilligen Verfügung (Testament, Erbvertrag) auch als Willensvollstrecker in Ihrem Nachlass einzusetzen. Ist dies aber nicht der Fall, sollten Sie in Ihrer letztwilligen Verfügung einen unabhängigen Willensvollstrecker (z.B. einen Anwalt oder einen Treuhänder) bestimmen, der Ihren Nachlass aufteilt und dabei sicherstellt, dass Ihre Anweisungen umgesetzt werden.
2. Testament erstellen
Klären Sie Ihre Wünsche genau und halten Sie diese in Ihrer letztwilligen Verfügung präzise fest, um Streitigkeiten zu vermeiden. Im Bedarfsfall können Sie Ihr Testament auch gebührenpflichtig notariell beurkunden lassen.
Wichtige Schritte
• Sprechen Sie offen mit potenziellen Personen: Besprechen Sie Ihre Erwartungen und die Aufgaben mit der gewählten Person, um sicherzustellen, dass sie diese versteht.
• Ersetzen Sie Personen: Benennen Sie immer eine Ersatzperson für den Fall, dass die erste Person ausfällt.
• Spezifizieren Sie Aufgaben: Teilen Sie Verantwortlichkeiten auf, um eine Person nicht zu überfordern und Missbrauch zu verhindern (z.B. eine Person für Gesundheit, eine für Finanzen).
• Dokumentieren Sie alles: Halten Sie Ihre Wünsche und Entscheidungen schriftlich fest, um spätere Missverständnisse zu vermeiden und deponieren Sie diese bei einer geeigneten Stelle (Anwalt, Notar, Gericht etc.).
Sofern Sie Fragen rund um die Regelung Ihrer Vorsorge und Ihres Nachlasses haben, helfen Ihnen die Anwältinnen und Anwälte der Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG gerne weiter.
Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt