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Wichtige Verlagsmitteilung

 

Fehlende Zeitung - fehlgeleitete Zustellung

FRICKTAL. Aufgrund eines Logistikfehlers bei der Post wurde ein Sammelbehälter mit den Donnerstagsausgaben der Neuen Fricktaler Zeitung/Fricktaler Woche/fricktal.info leider fehlgeleitet. Statt in Laufenburg landeten die darin enthaltenen Zeitungen in Lenzburg. Dies führte dazu, dass viele Leserinnen und Leser im Bezirk Laufenburg am Donnerstag keine Zeitung erhielten. Die Post entschuldigt sich für diesen Fehler, die Zeitungen werden am Freitag zugestellt.

Verlagsleitung

Ratgeber Gesundheit 36 - 2023

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. • www.vinzenz-apotheke.ch

Insektenstiche
Insekten kommen mit Ausnahme der Antarktis auf der ganzen Welt vor, natürlich eher in Gebieten mit warmem Klima und in der warmen Jahreszeit. Die von uns wahrgenommenen Plagegeister verteidigen sich, jagen oder müssen mit dem Stechapparat Nahrung aufnehmen. Darum gilt ein Vermeiden von raschen und abrupten Bewegungen als hilfreiche Vorbeugung.
Stichreaktionen:
• LEICHT (nur lokale Reaktion): Die «Gestochenen» erleben eine lokale entzündliche Reaktion. Sie erfolgt meist innerhalb von Minuten und klingt nach wenigen Stunden wieder ab. Sie spüren ein Brennen, Jucken oder Schmerzen und haben eine bis etwa handflächengrosse Schwellung rund um die Einstichstelle. Das ist unangenehm, aber harmlos.
• MITTEL (systemisch): Ausgeprägtere Hautreaktionen kommen bei rund 10% der Menschen vor. Sie haben grösser flächige Hautreaktionen bis zur ganzen Körperoberfläche oft auch Augen- und Gesichtsschwellungen. Es werden ebenfalls Erbrechen, Bauchschmerzen und Atembeschwerden erlebt.
• SCHWER (Anaphylaxie): In der Schweiz sind ca. 3,5% der Bevölkerung von einer Insektenstichallergie betroffen. Sie äussert sich nach einem Stich mit einer heftigen systemischen Reaktion: Blutdruckabfall bis zur Bewusstlosigkeit, Herzkreislaufkollaps und in den schlimmsten Fällen auch ein Atemstillstand.
Therapie (gemäss Art, Ort und Symptomausprägung):
Prinzipiell wird primär der allenfalls vorhandene Stechapparat (z.B. Bienenstachel) mit einer seitlichen abstreifenden Bewegung entfernt. Ein Zusammenquetschen könnte das restliche Gift injizieren. Dann hilft immer KÜHLEN. Auftragen von lokal anzuwendenden Gels, Roll-ons etc. vermindert ebenfalls die Reaktionen. Sie enthalten topische Antihistaminika, ätherische Öle, Lokalanästhetika, kurz, hautberuhigende Stoffe. Weitere Massnahmen wie das Anwenden von Wärmestiften, die lokal die Einstichstelle auf 50 bis 60°C für 3 bis 10 sec. erhitzen, oder spezielle Absaugpumpen helfen ebenfalls.
- Bei den leichten Reaktionen genügen die oben erwähnten Massnahmen. Die Beschwerden bessern innert 4 bis 6 Stunden.
- Bei einem mittelschweren Verlauf sind die Symptome heftiger. Es kommen zusätzlich lokal anzuwendende, leicht cortisonhaltige Cremen zum Einsatz. Zusätzlich helfen einzunehmende Antihistaminika-Präparate. Zur Auswahl stehen Lutschtabletten, Tabletten oder Tropfen. Die neueren Präparate machen kaum bis gar nicht müde, eine persönliche Reaktion ist immer zu beachten! Falls vom Arzt orale Corticosteroide für eine Einnahme verordnet sind, immer die niedrigste therapeutisch nötige Dosis während max. 3 bis 5 Tagen anwenden. Bitte nicht an andere Betroffene weitergeben, diese Anwendung muss in der Verantwortung eines Arztes bleiben! Manchmal ist der Übergang zu schwereren Reaktionen fliessend. Holen Sie fachlichen Rat ein.
- Schwere Reaktionen: Es kann lebensbedrohend werden, jährlich sterben daran drei bis vier Menschen in der Schweiz. Ein absolutes Muss ist das Mitführen eines Allergie-Notfallsets! Es besteht normalerweise aus 4 Tabletten (2 Kortison Tabletten und 2 Tabletten eines Antiallergikums), die alle zusammen einzunehmen sind. Bei bekannter heftiger Reaktion (Gefahr einer Anaphylaxie) hat der/die Patient*in auch einen Adrenalin-Pen zur Verfügung. Anwenden! Eine anschliessender Arztkonsultation ist notwendig. Sie muss je nach Beschwerdebild sofort oder kann innert Stunden erfolgen. Es gilt, eine Spätreaktion zu vermeiden, die auch noch nach Stunden auftreten kann.
Vorbeugung:
Gegen Bienen, Wespen und Hornissen helfen die sogenannten Repellentien nicht. Es hilft nur eine Immun-Therapie, die 3 bis 5 Jahre dauert. Sie verhindert eine Anaphylaxie, vermindert aber in jedem Fall die Heftigkeit der Reaktion.
Repellentien helfen gegen Mücken und Zecken.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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