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Wichtige Verlagsmitteilung

 

Fehlende Zeitung - fehlgeleitete Zustellung

FRICKTAL. Aufgrund eines Logistikfehlers bei der Post wurde ein Sammelbehälter mit den Donnerstagsausgaben der Neuen Fricktaler Zeitung/Fricktaler Woche/fricktal.info leider fehlgeleitet. Statt in Laufenburg landeten die darin enthaltenen Zeitungen in Lenzburg. Dies führte dazu, dass viele Leserinnen und Leser im Bezirk Laufenburg am Donnerstag keine Zeitung erhielten. Die Post entschuldigt sich für diesen Fehler, die Zeitungen werden am Freitag zugestellt.

Verlagsleitung

Ratgeber Gesundheit 25 – 2023

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. • www.vinzenz-apotheke.ch

Inhalieren
Es ist Heuschnupfenzeit. Viele Menschen leiden gerade dieses Jahr sehr unter den Symptomen. Je nach Krankheitsbild helfen Medikamente, die inhaliert werden müssen. Dieser Ratgeber soll helfen, die richtige Technik dafür zu verstehen. Für eine genaue Instruktion Ihres individuellen Gerätes fragen Sie in Ihrer Apotheke nach. Wir haben in der Regel Übungsgeräte ohne Wirkstoff. Damit kann das ganze Prozedere in Ruhe geübt werden. Selbstverständlich erklärt auch Ihr Arzt die richtige Anwendung. Ebenso gibt es im Internet kurze Filme, die das Vorgehen zeigen.
Inhalieren kommt vom lateinischen inhalare = anhauchen. Es beschreibt den Vorgang des Einatmens gasförmiger Wirkstoffe oder Aerosole. Letztere sind ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen und Luft. In der Medizin werden damit hauptsächlich Atemwegserkrankungen behandelt (Erkältungen, Nebenhöhlen-entzündungen und Bronchitiden). Im Bereich der Anästhesie (Betäubung) wurde als erste Form das Lachgas genutzt.
Nicht medizinisch passiert das Inhalieren beim Rauchen, bei Gefahrenstoff-Exposition, z.B. bei chemischen oder biologischen Waffen, sowie bei radioaktiven Stoffen. Dagegen schützen diverse Maskentypen mit unterschiedlichen Atemschutzfiltern (seit Corona ist uns das bestens vertraut).
Die Inhalationstherapie:
Es ist eine Behandlungsform, die das helfende Präparat an seinen Wirkort (die Lunge) bringen soll. Der Vorteil besteht in einer sogenannten höheren Bioverfügkarkeit. Das heisst ganz einfach: Es wirkt genau dort, wo es wirken soll. Es muss z.B. keinen Umweg über den Magen-Darm-Trakt nehmen. Somit gibt es keine Wirkeintrittsverzögerung und keinen Verlust über einen Erstabbau durch die Leber. Damit kann die nötige Wirkstoffmenge geringer gehalten werden (eine Reduktion der Dosis bedeutet auch immer eine Reduktion der Nebenwirkungen).
Voraussetzungen:
Das richtige Medikament und die richtige Inhalationstechnik. Ein Teil der Wirksubstanz bleibt im Mund- und Rachenraum «hängen». (Darum sagen wir bei kortisonhaltigen Präparaten immer, dass nach der Anwendung, etwas gegessen, getrunken oder der Mund gespült werden muss.) Ein Teil wird immer geschluckt, das ist in Ordnung, diese Wirkung ist bekannt, untersucht und sollte sich im kleinst-möglichen Rahmen halten.
Die Partikelgrösse ist ausschlaggebend, ob eine Inhalation möglich ist. Sie bestimmt auch, wo im Atemtrakt das Präparat landet. Partikelgrössen kleiner als 0,5 Mikrometer können bis in die Alveolen (die kleinsten Einheiten = die Lungenbläschen) vordringen. Partikel mit einer Grösse von 10 Mikrometer gelangen nur bis in die Bronchien.
Anwendung:
Dampfinhalation: Es wird Wasser (mit oder ohne Salz, ätherischen Ölen) erhitzt und eingeatmet. Der Tröpfchen Durchmesser ist dabei grösser als 15 Mikrometer und gelangt nur in die oberen Atemwege (bis in die Luftröhre); sinnvoll bei Erkrankungen in diesem Bereich.
Inhalationsapparate: Hier werden Wirkstoffe direkt verdampft oder Lösungen via Ultraschall vernebelt. (Die Tröpfchengrösse bewegt sich in einem Bereich von 1 bis 15 Mikrometern.)
Pulver-Inhalatoren: Hier ist die richtige Technik ausschlaggebend für den Erfolg. Wir empfehlen während der Anwendung immer die Arme mit dem Ellenbogen auf Schulterhöhe zu heben. Probieren Sie selbst aus, wie tief Sie einatmen können mit gesenkten Armen und anschliessend mit erhobenen Armen. Sie werden den Unterschied merken.
Vorgehen:
Je nach Modell muss
- das Gerät aktiviert werden (= die Pulverkammer «angestochen»),
- dann werden die Arme angehoben,
- ausatmen (den Kopf zur Seite drehen, dass nicht in das Gerät gepustet wird),
- mit den Lippen das Mundstück umschliessen,
- tief und kraftvoll einatmen,
- Atem ca. 10 Sekunden anhalten,
- die Arme senken und ruhig ausatmen (bitte nicht in das Gerät pusten),
- das Mundstück reinigen und das Gerät schliessen.
Wir zeigen und üben gerne mit Ihnen das Vorgehen, damit Sie sich sicher fühlen.


Bleiben Sie gesund!
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit
Für Fragen sind wir immer für Sie da.