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Wichtige Verlagsmitteilung

 

Fehlende Zeitung - fehlgeleitete Zustellung

FRICKTAL. Aufgrund eines Logistikfehlers bei der Post wurde ein Sammelbehälter mit den Donnerstagsausgaben der Neuen Fricktaler Zeitung/Fricktaler Woche/fricktal.info leider fehlgeleitet. Statt in Laufenburg landeten die darin enthaltenen Zeitungen in Lenzburg. Dies führte dazu, dass viele Leserinnen und Leser im Bezirk Laufenburg am Donnerstag keine Zeitung erhielten. Die Post entschuldigt sich für diesen Fehler, die Zeitungen werden am Freitag zugestellt.

Verlagsleitung

Ratgeber Finanzen 15-2023

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Credit Suisse – das hätte ich so nicht erwartet

Diesen Ausgang bei der CS hätte ich so nicht erwartet und es zeigt einmal mehr, dass in Extremsituationen fast alles möglich ist. Eine Grossbank, welche angeblich alle Eigenkapitalvorschriften bestens erfüllt, wurde nun per Notrecht übernommen, das hätte ich nie erwartet. Was für mich klar war: Die Bank war in einem Negativstrudel, welcher sich immer schneller drehte und zu einem riesigen Geldabfluss führte. Das heisst aber noch lange nicht, dass eine Bank dadurch überschuldet ist. Sie kann sehr schnell liquid werden. Genau dafür hat aber die Schweizerische Nationalbank 50 Milliarden (später noch mehr) an Krediten zur Verfügung gestellt.
Zwei oder drei Tage später ist alles ganz anders, ohne dass diese Massnahmen hätten wirken können. Sicher führt massiver Geldabfluss zukünftig zu viel weniger Ertragsmöglichkeiten und die Kosten können nicht so schnell zurückgefahren werden. Ein Vertrauensverlust kann bei einer Bank zum Genickbruch führen, und das viel schneller, als uns lieb ist. Natürlich hat die Bank viel zu viele grosse Fehler gemacht, aber hier bleiben im Moment sehr viele Fragen. Wie ist es möglich, dass man wenige Monate vorher noch eine Kapitalerhöhung von über 4 Mia. macht und anscheinend die Eigenkapitalvorschriften noch erfüllt? Entweder war die Situation viel schlimmer als man uns sagte, oder es muss noch andere Gründe geben. Mit meinem Wissensstand finde ich den Einsatz von Notrecht mit einer Teilenteignung (notabene zu Gunsten einer anderen Bank) zweifelhaft. Notrecht wird bald zur Regel, was mich an unserer Demokratie und an unserer Regierung zweifeln lässt. Nach der Finanzkrise hat man die «too-big-to-fail-Gesetze» mit riesigem Aufwand geschaffen. Dann passiert etwas und alles wird über den Haufen geworfen. Ähnlich wie bei Corona. Die in grosser Arbeit vorhandenen Vorarbeiten und Pandemiehandbücher wurden kaum berücksichtigt. Das lässt für mich nur den Schluss zu: Entweder war alles viel schlimmer oder man war in totaler Panik und/oder stand unter grossem Druck von aussen.

Zinsen und Märkte machen «Bocksprünge»

Das Umfeld ist im Moment nicht ganz einfach. Wir sind in einer inflationären Phase und die Zinsen steigen. Dann gibt es Probleme mit Banken in den USA, was die CS auch definitiv ins Straucheln bringt. Viele suchen plötzlich Sicherheit. Aktien und Zinsen fallen wieder teilweise stark. Nur wenige Tage später beruhigt sich die Sache schon wieder.
Aus meiner Sicht ist weiterhin «ruhig Blut» angesagt. Den Kopf nicht zu weit aus dem Fenster halten und weiterhin gut diversifizieren ist weiterhin mein Motto.

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