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Zeiningens Zukunft ist von grossen Schulden geprägt (Leserbrief)

Von Thomas Börlin, Zeiningen

Die Zeit der Investitionen begann vor vier Jahren und wird nächstes Jahr abgeschlossen sein. In den letzten vier Jahren wurden die im Bericht besagten 20 Millionen ausgegeben. Nun geht es daran, die Schulden zu berappen. Es kommt das jähe Erwachen und bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von über 6000 Franken muss der Steuerfuss nach oben angepasst werden, um die Verschuldung wieder in einen vom Kanton akzeptierten Bereich zu bringen.
Wer trägt dafür die Schuld? Jawohl, diejenigen Einwohner, welche den Versprechungen des Gemeinderates geglaubt haben, man könne sich das alles leisten, ohne dass die Gemeinde einem dafür tiefer in die Tasche greifen werde. Der ehemalige Gemeinderat trägt insofern eine Mitschuld, da er als Warner darauf hätte hinweisen müssen, dass dies alles bei gleichbleibendem Steuerfuss nicht möglich sei. Man streute den Einwohnern lieber Sand in die Augen, rechnete alles himmelblau, indem man bereits ab 2026 mit 500 Steuerzahlenden mehr in der Aennermattüberbauung rechnete. Nun verzögert sich der Bau im Aennermatt-Quartier und die Apfelkiste, Zeiningens grösster Steuerzahler, zog auch noch von dannen. Verrückt an der Sache ist eigentlich, dass all die Investitionen auf 20 Jahre alten Ideen einer Kommission Namens PÖGA beruhen, welche Zeiningen als Entwicklungsgemeinde in ein quantitatives Wachstum zwingen. Nur, ist das heute noch so, dass quantitatives Wachstum alleine selig macht? Was meinen denn die Jungen dazu, welche diese aufgehäuften Schulden in den nächsten 10 bis 20 Jahren abbezahlen müssen. Deren Meinung zum Thema quantitatives/qualitatives Wachstum müsste heute zuerst in Erfahrung gebracht werden, bevor man nun auch noch die Entwicklungsrichtplanung Mitteldorf gemäss den 20 Jahre alten Plänen der PÖGA in Beton giesst. Überlegt dieses Mal bitte, bevor ihr entscheidet.