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Wer kann Gemeindepräsident in Kaiseraugst? (Leserbrief)

Von Max Heller, alt Gemeindepräsident, und Meinrad Schmid, alt Gemeinderat, beide Kaiseraugst

In einem Leserbrief wird eine Aussage in einem Interview mit Markus Zumbach aus dem Zusammenhang gerissen. Vor allem sein Votum betreffend Wählbarkeit wird missinterpretiert. Wer Markus Zumbach kennt, weiss, dass er dies nicht despektierlich gemeint hat. Im selben Leserbrief wird darauf hingewiesen, dass für das Amt des Gemeindepräsidenten viel Zeit nötig sei.
Im Kern geht es um die Eigenart unseres Milizsystems. Jede Bürgerin und jeder Bürger, die sich dazu befähigt sehen, können neben- oder ehrenamtliche öffentliche Ämter und Aufgaben übernehmen.
In der Gemeinde Kaiseraugst arbeiten Gemeinderat und Kommissionen nach diesem System. Sie erledigen ihre Aufgaben im Nebenamt. Es ist wichtig, dass auch Personen, welche im Arbeitsprozess stehen, politische Aufgaben übernehmen sollen und können. Aufgrund einer gemeinsamen rund 50-jährigen Erfahrung als Gemeindepräsident, Vizepräsident und Gemeinderat können die Unterzeichnenden bestätigen, dass die Führung der Gemeinde Kaiseraugst im Nebenamt möglich ist. Es war zu einer Zeit, wo in Kaiseraugst wesentlich mehr gebaut wurde und bevölkerungsmässig stark gewachsen ist. Gleichzeitig standen viel weniger Personalressourcen zur Verfügung.
Wie wir hören, möchte Markus Zumbach sein Arbeitspensum zu Gunsten der Gemeinde reduzieren. Mit guten Strukturen der Verwaltung und im Gemeinderat ist diese Aufgabe absolut möglich. Weitsicht und Kompetenz sind die Dinge, die nötig sind. Wenn diese dann noch gepaart sind mit der Gabe, die richtigen Prioritäten zu setzen, und Kontinuität in Aussicht steht, sehen wir keine andere Wahl als Markus Zumbach.
Nicht wer die meisten Stunden auf der Gemeindeverwaltung verbringt, ist der Effizienteste.