Von Thomas Börlin, Gruppe für ein steuerlich attraktives Zeiningen
In seinem offenen Brief an die Bevölkerung von Zeiningen schreibt Herbert Lützelschwab: «Zeiningen hat alles richtiggemacht». Nur frage ich mich: Wer ist Zeiningen? Er schreibt von der Erweiterungsfähigkeit der Schulanlagen. Nur habe ich in den 40 Jahren, die ich in Zeiningen wohne noch nie erlebt, dass man diese Erweiterungsfähigkeit auch genutzt hätte. So könnte man das Schulhaus Brugglismatt in Richtung Friedhofweg erweitern, um mehr Schulraum zu gewinnen. Ausgeführt? Fehlanzeige. Die Nutzung des alten Schulhauses als Kindergarten wird darin als «dreissigjähriges Provisorium» bezeichnet. Unsere Tochter ging dort in den Kindergarten und es ging ihr gut dabei. Müssen jetzt Gebäude des altes Schulkomplexes abgerissen werden, einfach weil man dort die Zone geändert hat? In der Gemeinde Sirnach wurde 2021 ein Turnhallenprojekt per Referendum zurückgewiesen und bereits ein Jahr später konnten die Einwohner über ein 30 Prozent günstigeres Projekt befinden. Wie das geht? Die Sirnacher gingen weg von einem Projektwettbewerb nach SIA 142 (Wettbewerb unter Architekten) auf einen Gesamtleistungswettbewerb (TU) mit Präqualifikation und reduzierten Länge/Höhe und Breite des Gebäudes um 4, 3 und 1 m. Bezogen auf das Projekt Mehrzweckgebäude Zeiningen lautet die Rechnung 12 000 000 minus 30 Prozent ergibt 8 400 000. Merken Sie etwas? Wir wollen nicht zu den die Menschen mit geringem Einkommen in den Ruin treibenden, explodierten Stromkosten noch höhere Steuern in unserem Dorf. In einer Informations-Präsentation vom 9. August 2023 über den Neubau des Mehrzweckgebäudes findet man unter anderem eine Folie mit einem Steuerfuss von 120 Prozent. Dies, weil man nach dem Wegzug des grössten Steuerzahlers (Apfelkiste.ch) mit dem Steuerfuss von 112 Prozent die Schulden nicht mehr runter bringt. Da werde ich misstrauisch und vertraue den blauäugigen Versprechen: «Der Steuerfuss soll auf 112 Prozent bleiben» nicht. Gerade wurde die Gemeinde Wohlen durch den Kanton gezwungen den Steuerfuss zu erhöhen. Da können sich dann die Einwohner lange gegen eine Steuererhöhung wehren. Ich frage nun: «Hat Zeiningen wirklich alles richtig gemacht und wer ist Zeiningen?»