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Warum schweigt Jurapark Aargau zum Windpark Burg? (Leserbrief)

Von Maximilian Reimann, Gipf-Oberfrick

Am 22. März ist der Streit um den geplanten Windpark Burg in eine neue Phase getreten. Gemäss dem heftig umstrittenen Projekt soll auf Boden der Gemeinden Oberhof (AG) und Kienberg (SO) eine Anlage mit 4 Windturbinen entstehen. Nun hat der Regierungsrat des Kantons Aargau entschieden, dass Gemeindeammann und Vizeammann von Oberhof wegen Befangenheit beim Entscheid über die Änderung des Kulturlandperimeters in den Ausstand treten müssen. Letztere wollen den Entscheid anfechten, was bis vor Bundesgericht führen könnte. Man ersieht daraus, der mit Vehemenz geführte Streit dreht sich um die Priorität zwischen Natur und Geld, also Erhalt einer intakten Jura-Landschaft oder ein wenig Windenergie mit Finanzertrag für die Standortgemeinden.
Oberhof wie Kienberg bilden nun zusammen mit rund 30 anderen Gemeinden den Jurapark Aargau, eine regionale Organisation, die sich vorbildlich für Natur, Landschaft und Ökologie einsetzt. Eben hat sie allen 44 000 Haushaltungen der Parkregion ihr neues Magazin zugestellt. Mit Interesse blätterte ich darin nach einer Stellungnahme zu dieser neuen Konfliktphase. Jedenfalls dreht es sich beim Windpark Burg m.E. um die derzeit vordringlichste Herausforderung punkto Landschaftsschutz im Jurapark. Ich suchte vergeblich. Will die Organisation dazu bewusst nicht Stellung nehmen, oder waren terminliche Gründe dafür verantwortlich. Gerne nehme ich an, letzteres sei der Fall und deshalb blicke ich mit Trost und Neugier der nächsten Ausgabe der «Jurapark-Zytig» entgegen.