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Wann geht ein Ruck durch das ganze Fricktal? (Leserbrief)

Von Herbert Lützelschwab, Zeiningen

Das Fricktal scheint zu einer Fehlkonstruktion zu werden. Vermutlich ist es schon längst überfällig, dass die Kraft des Fricktals neu gebündelt werden sollte. Das Theater um das Sisslerfeld und die verpasste Chance von Fusionsabklärungen der Gemeinden Eiken-Münchwilen-Sisseln und Stein zeigen deutlich, wie schwerfällig regionale Reformen sind. Gesamtverkehrskonzepte, Schulraumplanung, Energieversorgung und Raumplanung enden nicht an Gemeindegrenzen. Die Regionalplanung entwickelt Ideen und kann sie nicht umsetzen. Im Rückblick auf die Legislaturziele (2014-2017) des Fricktal-Regio-Planungsverbandes ist festgehalten: «Die Umsetzung der Fricktal-Strategie in fünf strategische Teilregionen ist konkretisiert.» Das ist ein politisches Vermächtnis des Fricktal-Regio-Planungsverbandes. Nur was das bedeutet, steht in den Sternen. Jetzt muss ein politischer Ruck durch das Fricktal gehen. Aus dem Fricktal können fünf Gemeinden entstehen und deren Ortsteile erhalten einen grossen Einwohnerrat mit gezielten Arbeitsgruppen. So kann die Mitwirkung in den Ortsteilen steigen. Die Schulpflegen sind abgeschafft, an kleineren Orten gibt es keine Bauverwaltung und Baukommissionen mehr, all dies führt zu reduzierter Mitwirkung in den Gemeinden. Hingegen gibt es regionale Steuer- und Zivilstandsämter, doch regionale Bauverwaltungen haben es nicht geschafft, obwohl das Thema etwa 1994 an Seminaren vorgestellt wurde. Eine Restrukturierung der Anzahl Gemeinden tut not. Die Gemeinden können gewinnen und deren Ortsteile erhalten grossen Spielraum in verschiedensten Themen, die fachkundig in Teilregionen behandelt werden.