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Wallbach bei Nacht (Leserbrief)

Von Jeannette Giangrande, Wallbach

Als ich noch ein Kind war, erzählte mir mein Vater, dass während des Zweiten Weltkriegs eine nächtliche Verdunklung angeordnet wurde, damit über der Schweiz nicht irrtümlich Bomben abgeworfen wurden. Wenn ich seit letztem Herbst nach 23 Uhr in Wallbach unterwegs bin, kommt mir diese Erzählung wieder in den Sinn. In ganzen Quartieren brennt keine einzige Strassenlaterne, und das alles, weil Energie gespart werden muss. Nun stellt sich mir die Frage, weshalb nur in Wallbach ein solch drastisches Sparprogramm durchgeführt wird, während in allen umliegenden Gemeinden weiterhin auch in der Nacht die Strassen beleuchtet sind. Wäre es nicht möglich, dass wenigstens jede zweite oder jede dritte Strassenlaterne eingeschaltet bliebe? Ich zumindest traue mich in der Nacht bei dieser Dunkelheit nicht mehr zu Fuss auf die Strasse. Also wird auch für kurze Strecken das Auto genommen. Soviel zum Energie sparen.
Nun werden wegen Vandalismus beim Gemeindezentrum und Spielplatz auch noch diverse Beleuchtungen zurückgebaut. Macht das Sinn? Ich denke, Vandalismus findet insbesondere an Orten statt, welche dunkel und unbeleuchtet sind.
Was unbestritten ist: Man sieht den momentanen Sternenhimmel dank dieser Verdunklungsaktion viel besser. Dass unser Gemeinderat vor lauter Romantik weiterhin die Strassenbeleuchtung so drastisch reduziert, wage ich jedoch stark zu bezweifeln.