Ein Produkt der  
Die grösste Wochenzeitung im Fricktal
fricktal info
Verlag: 
Mobus AG, 4332 Stein
  Inserate: 
Texte:
inserat@fricktal.info
redaktion@fricktal.info
Fricktalwetter
Klarer Himmel
7.1 °C Luftfeuchtigkeit: 75%

Donnerstag
3.6 °C | 19.2 °C

Freitag
4.2 °C | 20.1 °C

Stau zum Ersten, Stau zum … (Leserbrief)

Von Franz Meier, Stein


Reaktionen auf meinen Leserbrief vom 29. Januar zeigen, dass nun erwartet wird, dass es mit der Staubekämpfung in Stein konkret und zügig voran geht. Wie schon an der Gemeindeversammlung im Dezember kamen aber auch verschiedene «Nebenthemen» wieder in die Diskussion. In einer Zuschrift wurde aber besonders auch auf Folgendes hingewiesen: die missbräuchlichen Stau-Umfahrungen, und die nun fehlende Postauto-Haltestelle vor dem COOP.
Klar ist, dass eine Lichtsignalanlage bei der Novartis das Problem mit den «Schlaumeiern», die den Stau durch die Wohnquartiere zu umfahren versuchen, nicht lösen wird. Ärger über diese Tatsache wurde auch schon an der Gemeindeversammlung im Dezember geäussert. Es wurde damals dann aber versichert, dass die Polizei Kontrollen mache und saftig Bussen verteile. Der Schleichverkehr ist aber tatsächlich ein Problem, das besonders zu beachten sein wird. Ich habe die Situation über längerer Zeit beobachtet, und in einem Bericht zu Händen des Gemeinderats auch einige Vorschläge gemacht. Dieser Bericht ist durch den Gemeinderat an den Kanton weitergeleitet worden – wurde mir gesagt. Somit kann davon ausgegangen werden, dass er in die Hände von Verkehrsexperten gelangt, die dann auch noch Ideen einbringen werden. Das Problem besteht ja nicht nur hier in Stein. Baden verhindert zum Beispiel mit Polder, dass Autos unerlaubterweise in die Altstadt fahren. Rausfahren kann man aber, weil die Polder sich durch Lichtschranken senken. Vielleicht würde auch in Stein eine solche Lösung helfen.
Kernpunkt einer rasch realisierbaren Sofortmassnahme ist aber, den Verkehr vor dem Dorf bei der Novartis zu stoppen, und nur noch dosiert durch das Zentrum fahren zu lassen – genau so viel, wie der Grenzübergang zu schlucken vermag.
In meinem Leserbrief habe ich auch erwähnt, dass für das Postauto mittels Sofortmassnahmen eine Verbesserung erreicht werden konnte. Diese Bemerkung kam aber nicht nur gut an. In einem Brief machte man mich darauf aufmerksam, dass sich die Situation nun nicht nur verbessert hat. Das Dorfzentrum mit dem COOP, der Apotheke, dem Denner, der Post und der Konditorei Kunz sei durch den Bus nun nicht mehr bedient. Was aber auch heisst, dass die Auswärtigen zwar jetzt wieder rechtzeitig ihre Bahnanschlüsse erreichen, weil die Postautos den Stau über die Rheinbrückstrasse und die Münchwilerstrasse umfahren, man nun aber von der Haltestelle bei der Kreuzstrasse zu Fuss ins Geschäftszentrum gehen muss. Und jemand, der im Zentrum wohnt und auf den Bahnhof will, hat denselben Weg umgekehrt in Richtung Kreuzstrasse zu gehen. Das ist für Jüngere zwar kaum ein Problem, für Ältere und Gehbehinderte jedoch eine Herausforderung – und für Einzelne auch nicht mehr machbar. Darüber muss man nun auch nachdenken. Ein Kleinbus, der das Zentrum bedient, könnte da vielleicht Abhilfe schaffen. Die noch bestehenden Bushaltestellen beim COOP sollten deshalb noch nicht entfernt werden, bis dieses Problem studiert worden ist. Das sind einige Reaktionen auf meinem Leserbrief vom 29. Januar.