Ein Produkt der  
Die grösste Wochenzeitung im Fricktal
fricktal info
Verlag: 
Mobus AG, 4332 Stein
  Inserate: 
Texte:
inserat@fricktal.info
redaktion@fricktal.info
Fricktalwetter
Klarer Himmel
15.2 °C Luftfeuchtigkeit: 45%

Donnerstag
3.4 °C | 19.2 °C

Freitag
4.4 °C | 20.6 °C

Sofortmassnahmen gegen die Staus – in Stein und anderswo (Leserbrief)

Von Franz Meier, Stein

Der Stau muss nicht im Zentrum von Stein stehen – er kann vor dem Dorf aufgehalten werden. Das liesse sich kurzfristig realisieren – sogar mit einer provisorischen Lichtsignalanlage. Ein Vorschlag liegt vor. Wird dieser nun umgesetzt?
Darüber stand nichts in den Zeitungen der vergangenen Woche. Es wurde darüber berichtet, dass der Regierungsrat vor einem Jahr einen Kredit von 500 000 Franken beschlossen hat, um ein Gesamtverkehrskonzept (GVK) ausarbeiten zu lassen. Offensichtlich hatte man in Aarau gesehen, dass etwas unternommen werden muss, wenn der Industriestandort Sisslerfeld ausgebaut – und über die nächsten Jahre bis 10 000 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Es wurde auch berichtet, dass nun die Organisationsstruktur geschaffen worden ist, um dieses Gesamtverkehrskonzept im Dreieck Frick-Stein-Laufenburg und den neuen Rheinübergang in Sisseln auszuarbeiten. Es wurde berichtet, dass Steuerungsgremien, Begleitgruppen und Fachgruppen bis im Jahr 2026 dieses Gesamtverkehrskonzept ausarbeiten sollen – und zwischen 2025 bis 2029 der Richtplanungsantrag für die neue Rheinbrücke in Sisseln angepasst werden soll. Das heisst, dass in den nächsten Jahren viele Sitzungen stattfinden, und viel Papier produziert werden. In dieser langen Zeit wird jedoch der Grenzverkehr Laufenburg und Stein weiter verstopfen – bis er dann über eine neue Rheinbrücke in Sisseln fliessen kann. Das wird aber noch 20 Jahre dauern. Sagt Aarau.
Wenn nicht durch Sofortmassnahmen etwas unternommen wird, werden die Staus somit weitere Jahre bleiben und die Ortszentren von Stein und Laufenburg auf unzumutbare Weise mit Abgasen und Lärm belästigen und belasten.
Mit Sofortmassnahmen könnte die Situation jedoch rasch erträglicher gemacht werden. Das haben bereits die Massnahmen zu Gunsten der Postautos in Stein gezeigt. Damit diese nicht mehr im Stau stecken bleiben und die Bahnanschlüsse rechtzeitig erreichen können, hat man als erstes deren Route in Stein clever angepasst. Sie fahren nun nicht mehr durch die vom Stau verstopfte Schaffhauserstrasse durch das Ortszentrum, sondern umfahren über die Münchwilerstrasse. Zudem: Wenn schon am Ortseingang ein Stau entsteht, umfährt das Postauto diesen spontan durch das Rheinbrückquartier Richtung alte Holzbrücke und durch die Rheinbrückstrasse. Bei der Kreuzstrasse wird in den nächsten Wochen deshalb die Haltestelle bei der Kreuzstrasse sicherer gemacht.
Eine weitere Sofortmassnahme könnte nun auch noch den Stau vor dem Dorf aufhalten – und dann dosiert durch das Dorf zum Grenzübergang nach Säckingen leiten. Der Stau würde dann nicht mehr den zentralen Teil der Schaffhauserstrasse verstopfen. Das könnte mit einer Lichtsignalanlage vor der GETEC (Novartis) – versuchsweise sogar mittels einer provisorischen – erreicht werden. Damit das Postauto auch diesen Stau am Ortseingang umfahren kann, müsste baulich überhaupt nichts geändert werden.
Der Stau in Stein plagt die Anwohner nun schon seit Jahren mit Abgasen und Lärm – und verhindert, dass man sich im Dorf noch normal bewegen kann. Während der Sanierung der Fridolinsbrücke war der Stau besonders unerträglich – manchmal während mehrerer Stunden täglich. Wer gehofft hatte, dass sich mit der Fertigstellung der Bauarbeiten an der Brücke die Situation wieder verbessern würde, sieht sich jetzt enttäuscht. Der Stau in der Schaffhauserstrasse gehört heute zum Alltag in Stein. Diejenigen, die in die Ladengeschäfte und die Post im Zentrum wollen, müssen entweder zu Fuss gehen, oder bleiben auch im Stau stecken. Und diejenigen, die im Zentrum wohnen, leiden unter dem Gestank und Lärm. Das muss jetzt nicht noch weitere Jahre so bleiben!
Mit dem Aufhalten des Verkehrs am Dorfeingang könnte die Situation im Dorf rasch erträglicher gemacht werden. Und die Planungsarbeiten für das Gesamtverkehrskonzept Frick-Laufenburg-Stein könnten in den nächsten Jahren «in aller Ruhe» vorangehen.