Von Ralf Bucher, Geschäftsführer Bauernverband Aargau, Grossrat Die Mitte, Mühlau
Die Biodiversitätsinitiative erscheint auf den ersten Blick eine gute Sache. Sie ist aber zu extrem und bringt erhebliche Nachteile mit sich. Insbesondere müssten wir mehr Lebensmittel, Strom oder Holz importieren, was unserem ökologischen Fussabdruck als Ganzes schadet. Das Ziel der Initiative ist ein höherer Schutzstatus und mehr Fläche für die Biodiversität. Also mehr und streng geschützte Gebiete. Das Ziel der Initianten sind 30 Prozent der Landesfläche, auch wenn sie dies im Initiativtext bewusst nicht erwähnen. Auf diesen Flächen gibt es dann keine Nahrungsmittelproduktion mehr, auch keine erneuerbare Energie oder Holznutzung. Ja, wir müssen der Biodiversität Sorge tragen, aber nicht mit solchen extremen Vorstellungen. Vielmehr sollten wir in der kleinen, dicht besiedelten Schweiz schützen und nützen kombinieren! Das hilft auch der Biodiversität, denn erst durch den Nutzen entstehen unterschiedliche Lebensräume. Ich bin für Biodiversität, aber gegen diese extreme Initiative.