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Nationalstrassenausbau Nein (Leserbrief)

Von Gerhard Waldner, Zeiningen

Am 24. November stimmen wir auch über den Ausbau der Autobahnen ab. Dieser Ausbau soll laut Bundesrat 4,9 Milliarden Franken kosten. Der Betrag stammt allerdings aus dem Jahre 2020. Darin ist weder die Teuerung noch die MWST enthalten. Da der Planungshorizont bis 2040 geht, dürften die Kosten näher bei 10 Milliarden als bei den genannten 4,9 Milliarden sein, zumal die neuste Kostenberechnung schon bei ca. 7,1 Milliarden liegt. So behaupten die Befürworter und Bundesrat Rösti unverdrossen, die heutigen Autobahnkapazitäten entsprechen dem Bedarf einer 6-Millionen-Einwohner-Schweiz. Dies ist eine bewusst falsche Aussage. Sie verschweigen die Tatsache, dass die Autobahnen kontinuierlich erweitert und ausgebaut wurden. So haben wir heute 1549 km Autobahnen oder 350 km mehr gegenüber 1995. Hinzu kommen all die Spurerweiterungen vom Grauholz bis zur dritten Röhre am Baregg, am Gubrist und am Belchen. Was weder Bundesrat Rösti noch die Befürworter der Vorlage der Bevölkerung sagen, ist die Tatsache, dass der Ausbau des Autobahnnetzes in vollem Gange ist. So wird z.B. ab Frühjahr 2025 die Autobahn A1 zwischen Luterbach und Härkingen auf einer Strecke von 22 km auf 6 Spuren ausgebaut. Budgetierte Kosten ca. 1,06 Milliarden. Nicht vergessen werden darf der Bau der 2. Röhre am Gotthard, dafür sind weitere 2,14 Milliarden (Stand heute), Fertigstellung 2033. Wie aus der Homepage vom ASTRA ersichtlich ist, sind weitere Projekte in der Pipeline. So z.B. auf der A1 von der Verzweigung Birrfeld und Aarau-Ost auf sechs Spuren, weitere 14 km, geschätzte Kosten Stand heute 770 Millionen. Was Bundesrat Rösti und die Befürworter bei sich jeder bietenden Gelegenheit behaupten, dass sich die Staustunden auf den Autobahnen im Jahre 2023 auf 48 800 summiert haben mit volkswirtschaftlichen Kosten von über 3 Milliarden Franken. Woher sie diese Zahlen haben, verschweigen sie beflissentlich. Bewusst kommunizieren die Befürworter so, dass der Leser oder Zuhörer meinen muss, die genannten Staustunden entstehen nur auf den auszubauenden Strecken. Diese betreffen jedoch das ganze Autobahnnetz (inkl. Gotthardstrecke), nicht nur die 2 bis 3 Prozent der geplanten Neubau-Strecken. Wo entstehen heute die meisten Staus? In der Aglo Zürich und am Gotthard.
Aus all diesen Gründen und noch vielen mehr (können aus Platzgründen nicht erwähnt werden) stimmen Sie am 24. November über den Ausbau der Autobahnen mit Nein.