Von Alfons Paul Kaufmann, Grossrat die Mitte
Zu der BVG-Reform sage ich ja, weil ich mich schon immer für gute und bessere Absicherungen der Teilzeitarbeitenden und Menschen mit tiefen Löhnen eingesetzt habe.
Insbesondere kommt diese Lösung vielen Frauen, die in Teilpensen sehr viel zur Wertschöpfung unseres Landes beitragen, zu Gute. Endlich werden auch diese notwendigen Arbeitskräfte in der Pension mehr Geld zur Verfügung haben. Und dank der tieferen Altersgutschriften von neu 14% ab 45 Jahren (bis jetzt 15% und ab 55 Jahren sogar 18%) wird der Berufswechsel für ältere Arbeitnehmende attraktiver. Diese beiden wichtigen Änderungen verdienen ein JA zur BVG-Reform.
Ein klares Ja zur Förderung der Biodiversität, doch nicht auf diese Art. Die Initiative ist nicht nur extrem, sondern für mich eine Blackbox. Keine Ahnung beispielsweise, was gemeint ist mit «Bewahrung von schutzwürdigen Landschaften, Ortsbildern, geschichtlichen Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmälern». Mir graut bereits jetzt, welche Einschränkungen es gibt, wenn verdichtetes Wohnen oder erneuerbare Energien gefördert werden sollten. Ein Aufbau der Bürokratie ist vorprogrammiert und unsere landeseigene Ernährungsversorgung wird noch mehr eingeschränkt. Ich vertraue unseren Bauern und habe lieber mehr eigene produzierte Lebensmittel aus unserem Land als teilweise nicht mehr kontrollierbare Produkte aus dem Ausland. Kurz und bündig: zur BVG-Reform ein JA, zur Biodiversitätsinitiative ein NEIN.