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Krankenkassen-Initiativen: Falsche Diagnose führt zu falscher Behandlung (Leserbrief)

Von Hansjürg Brun, Rheinfelden

Ein Arzt, der einen Patienten behandeln will, muss erst einmal die richtige Diagnose stellen. Nur damit kann er die richtige Medizin aussuchen. Er muss nicht nur die Symptome beurteilen, sondern auch versuchen herauszufinden, was ihre Ursachen sind, um sie zu heilen.
Genauso sollten wir bei unserem Gesundheitssystem vorgehen: Die hohen Kosten sind nur ein Symptom. Das Rezept der SP, diese mit Geld zu behandeln, das man den Bürgerinnen und Bürgern als Steuern aus der Tasche zieht, ist etwa so wirksam, wie wenn man den Schmerz im linken Fuss kompensiert, indem man mit dem Hammer auf die rechte Hand schlägt. Am Schluss schmerzt es an zwei statt an einer Stelle. Oder im konkreten Fall: Wir zahlen die hohen Gesundheitskosten halt über die Steuern statt über die Prämien. Und zusätzlich noch die Bürokratie und den Verwaltungsaufwand.
Und auch die Mitte-Partei kann unser Gesundheitssystem nicht heilen, wenn sie die Behandlung am Kontostand des Patienten ausrichtet. Wohin das führt, sehen wir in vielen Ländern Europas, wo die Menschen monatelang auf Behandlungen warten müssen.
Beide Therapien sind untauglich. Sie behandeln nicht einmal die Symptome. Deswegen lehne ich die beiden Initiativen zum Gesundheitssystem ab.