Von Gerhard Waldner, Zeiningen
Am 9. Juni stimmen wir unter anderem über die Prämien-Entlastungs-Initiative der SP ab. Auch gegen diese SP-Initiative schiessen die bürgerlichen Parteien aus «vollen Rohren». Ihr Argumente sind immer die gleichen: die Kosten. Sie erwähnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Zahl von 12 Milliarden Franken. Sie lassen aber beflissentlich weg, dass diese Kosten erst ab 2030 entstehen würden, wenn die Parlamente für den Prämienzahler die besten Lösungen wählen würden. Dies wird jedoch nie und nimmer bei den heutigen Parlamentsmehrheiten (Kanton/Bund) der Fall sein. Auch sind die Mehrkosten, die es nicht geben wird, sondern nur anders verteilt werden, weg vom Prämienzahler hin zu Bund und Kantonen, ein vorgeschobenes Argument. Wenn die Initiative angenommen wird, wird der Druck auf die Parlamente, etwas dagegen zu tun, enorm steigen. Dies befürchtet die Gesundheitsindustrie und deren Lobby, wie der Teufel das Weihwasser. Denn die Kostensenkungen, ausgenommen sind Haus- und Kinderärzte, würden voll zu deren Lasten gehen. Oder anders gesagt, die Geldgeber der bürgerlichen Parteien hätten das Nachsehen, was diese (die Parteien) tunlichst vermeiden wollen. Die 350 Mio. Franken des Gegenvorschlages, der die Kosten für die Prämienzahler senken soll, wären mit dem nächsten Prämienschub (bereits jetzt vorhergesagt) für 2025 von 6 bis 10 Prozent bereits wieder geschmolzen.
Darum stimmen Sie am 9. Juni bei der Prämien-Entlastungs-Initiative mit Ja.