Von Elisabeth Burgener, ehemalige Grossrätin/Grossratspräsidentin, Gipf-Oberfrick
Mehrfach wurde ich schon darauf angesprochen. «Aha, ihr stimmt mal wieder über Tempo 30 ab...» Nein, wir stimmen über das Budget ab, was in der ganzen Tempo-30-Debatte irgendwie untergeht.
In Gipf-Oberfrick wird gerne gelebt, und wir schätzen vieles hier im Dorf. Dazu gehören auch die funktionierenden Dienstleistungen und die Infrastrukturen, für das zu einem grossen Teil unsere Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat zuständig sind. Das meiste läuft reibungslos; wir sind eine gesunde Gemeinde mit einer tatkräftigen und engagierten Behörde und Verwaltung.
Aber eben, um handlungsfähig zu sein, braucht der Gemeinderat ein Budget, das an der Wintergemeindeversammlung vorgelegt und in der Regel angenommen wird; so auch im November 23; und zwar mit einer grossen Mehrheit der Stimmberechtigten.
Legen wir also nochmals ein Ja bei der Referendumsabstimmung zum Budget 24 in die Urne und gewichten wir darin die umstrittenen Kosten von 37 500 Franken für vier Tempo-30-Zonen als das, was es ist: vier Anträge für Tempo 30 aus vier Quartieren von mindestens 60 Prozent der Bewohnenden, die mit einem demokratischen Verfahren behandelt, der Gemeindeversammlung im November vorgelegt und damals klar angenommen wurden.