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Ist das euphorische 12 Millionen Projekt wirklich klug und weitsichtig? (Leserbrief)

Von Thomas Herzog, Gruppe für ein steuerlich attraktives Zeiningen, Zeiningen

Geschätzte Zeininger:innen
Sollten wir nicht die vielleicht bittere Pille schlucken, und nochmals zurück auf Feld eins oder gar null gehen? Wir sollten finanzierbare, zukunftsorientierte, kluge Konzepte und Lösungen anstreben. Tun wir dies heute nicht gewissenhaft und kompetent, dann könnte sich Zeiningen morgen für unsere jungen und älteren Bewohner:innen oder mögliche Zuzüger-Familien, finanziell höchst unattraktiv präsentieren müssen.
Stehen 12 Millionen für ein Mehrzweckgebäude in einer Landgemeinde mit aktuell rund 2500 Einwohnern und aktuell ca.18 geplanten Events pro Jahr wirklich in einem überzeugenden und verantwortbaren Verhältnis?
Fachpersonen stellen sich hier sofort und einheitlich dieselben Fragen: 1. Warum ein UG, sprich kostenintensiver Tiefbau. 2. Warum diese kostentreibende und komplizierte Dachkonstruktion, von dessen Unterhaltsaufwand und der Montagefreundlichkeit einer PV-Anlage ganz zu schweigen?
Riesige Investitionen für Küche und Gastronomie, für Heute und Morgen, wo wir uns doch alle fragen sollten, wer sich künftig überhaupt noch engagieren möchte, und Lust hat, komplexe Kücheneinrichtungen zu benützen und diese dann wieder zu reinigen? Planungen von heute müssen für die nächsten zwei Generationen taugen, das sind aber offensichtlich die Generationen, die sich entweder ein Catering leisten, oder gar nichts tun werden. Viele Vereine werden künftig schrumpfen und teilweise auch ganz verschwinden, auch wenn dies gewisse Ü-Fünfziger in Zeiningen noch nicht wirklich wahr haben möchten, wird es die Realität werden. Moderne Food- und Getränkeautomaten sind für künftige Generationen sinnvolle und akzeptierte Lösungskonzepte in öffentlichen Gebäuden, für dessen Unterhalt die Betreiber auch selbst verantwortlich sind. Die Möglichkeit eines Mittagstisches, mit einer entsprechenden Minimalausstattung der Küche, erachten wir als sinnvoll. Wetterfestes diebstallgesichertes Aussenmobiliar erspart Umtriebe und Kosten für Unterhalt und separate Räumlichkeiten. Toiletten müssen «selbstverständlich» im EG und OG geplant werden.
Mögliche Ausstattung Obergeschoss: Garderoben, mietbare Sitzungsräume, Kleiner Mehrzweckraum. Zugang über Treppe, Lift und über das Foyer.
Da eine konkrete Planung und Realisierung für ein «Zukunfts-Konzept Mitteldorf» in Zeiningen kaum in den nächsten Jahren angegangen werden wird und kann, empfehlen wir eine zweckmässige und sanfte Renovation der alten Turnhalle und des Schulhauses, mit Sinn und Charme. Und dies wohlverstanden erst dann, wenn wir es uns leisten können! Wenn das «Konzept Mitteldorf (Altergerechtes Wohnen usw.)» irgendwann Realität werden sollte, dann könnten die Musikschule, Kochclubs, Vereinslokale, Bibliothek, Verein Miteinander-Füreinander, Begegnungsstätten usw. passend und harmonisch dort wie aktuell, auch weiter genutzt und integriert werden.
Wäre das hier nicht ganz im Sinne von: «Weiterbauen statt abbrechen»?
https://www.srf.ch/wissen/nachhaltigkeit/weiterbauen-statt-abbrechen-der-bau-unserer-haeuser-ist-sehr-klimarelevant
Deshalb aus Vernunft, ein klares NEIN am 3. März an der Urne.