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Infrastruktur dem Bedarf anpassen (Leserbrief)

Dr. Dimitrios Papadopoulos, Rheinfelden

Unser Land ist seit der Planung unseres Nationalstrassennetzes um mehr als die Hälfte an Einwohnern gewachsen; jedes Jahr kommt das Äquivalent einer Grossstadt dazu. Auch die Wirtschaftsleistung und somit die Menge der zu transportierenden Güter ist seither massiv angestiegen.
Wer unsere Autobahnen regelmässig benützt, wird feststellen, dass diese dem Bedarf nicht mehr entsprechen. Auch intensive Bemühungen seit 30 Jahren, immer mehr Waren und Menschen auf die Schiene zu verlegen, haben nicht zu einer Entlastung der Strassen geführt. Es ist illusorisch zu glauben, dass mit dem Verzicht auf die Beseitigung der Engpässe langfristig zu einer Verbesserung führen wird, im Gegenteil: Der Verkehr auf der Strasse wird weiter zunehmen, angetrieben durch Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum. Das ist nicht ideologisch, das hat nichts mit dem politischen Willen zu tun, das ist einfach die Realität.
Dass die Schaffung von mehr Kapazität auf der Autobahn zu einer Entlastung führt und somit den Verkehr flüssiger, sicherer und weniger umweltbelastend wird, zeigen Beispiele wie die Nordtangente Basel, der Baregg-Tunnel oder die Walensee-Autobahn. Sie alle haben zudem zu deutlich besserer Lebensqualität in ihrer Umgebung geführt, weil die Staus durch Ortschaften und Quartiere aufgehört haben, stattzufinden. Mit dem Bau des Rheintunnels, zum Beispiel, ist dies auch in Rheinfelden, Kaiseraugst, Pratteln und Birsfelden zu erwarten.
Darum gebietet sich ein Ja zur Beseitigung wichtiger Engpässe auf unseren Autobahnen am 24. November. Unsere Infrastruktur passt sich durch diese Bauten wieder dem Bedarf an, und zwar auf längere Frist. Ich stimme deshalb Ja zur Vorlage und hoffe, dass dies eine Mehrheit der Stimmbürgerinnen und -bürger auch tut.