Von Daniele Mezzi, Grossrat des Kantons Aargau, Laufenburg
Am 8. März entscheiden wir über einen grundlegenden Umbau unseres Steuersystems. Die Einführung der Individualbesteuerung wird als Schritt in die Zukunft präsentiert. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Für viele Familien und Rentner könnte sie zum Nachteil werden.
Einverdiener- und Familienhaushalte drohen stärker belastet zu werden, wenn der bisherige Ausgleich durch die gemeinsame Besteuerung entfällt. Wer Kinder betreut oder Angehörige unterstützt, leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft – steuerlich darf das nicht benachteiligt werden.
Auch pensionierte Ehepaare sowie Haushalte mit unterschiedlich hohen Einkommen müssen damit rechnen, dass sich ihre steuerliche Situation verändert. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten braucht es Stabilität und Verlässlichkeit statt zusätzlicher Unsicherheit.
Ein gutes Steuersystem berücksichtigt unterschiedliche Lebensrealitäten. Reformen dürfen nicht dazu führen, dass bewährte Modelle unter Druck geraten oder neue administrative Hürden entstehen.
Darum überzeugt mich diese Vorlage nicht. Am 8. März sage ich Nein zur Individualbesteuerung.