Von Kurt Bischofsberger, ehemaliger Grossrat SP, Wittnau
Die Werbung vor den Wahlen, ob Links, Mitte, Rechts usw., bedient sich gebräuchlicher Worte, und die Parteien bieten ihre Programme an, die alle auch dogmatischen Inhalte haben, wie die Religionen. Wer orientiert sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen? Sind es die Bürgerlichen, die Konservativen oder die Linken? Wer bringt uns weiter? Die aktuell vorhandenen Umweltprobleme sind alles Ursachen der Vergangenheit!
Seit Jahren warnen Wissenschaften betreffend der Klimaveränderung und deren Folgen für die Umwelt, der «Club of Rome» und der Wissenschafter Frederic Wester haben schon 1981 gewarnt. Weltweit tätige Versicherungen haben ebenso vor der Jahrhundertwende vor den zunehmenden Ereignissen wie Stürmen, Hochwasser, Trockenheit usw. gemahnt. Inzwischen können diese Einflüsse nicht mehr in Frage gestellt werden. Verhindern Dogmen aller Art die wissenschaftlichen Erkenntnisse ernst zu nehmen, um entsprechende Massnahmen und dringend notwendige Entscheidungen zu treffen?
Es erübrigt sich die Ereignisse aufzuzählen. Und warum sind die politisch Verantwortlichen nicht in der Lage, auf machbare Vorschläge einzugehen, wie die von Anton Gunzinger («Kraftwerk Schweiz, Plädoyer für eine Energiewende mit Zukunft», Zytglogge Verlag 2015) oder von Roger Nordmann, SP-Nationalrat («Klimaschutz und Energiesicherheit»)?
Trotz Appellen für die «Kernenergie» steht diese nicht unmittelbar zur Verfügung und das «Nachtrauern» liefert auch keinen Strom. Nutzen wir Wasser, Sonne und Wind!
Es gehört zu unserem politischen System: Es braucht Ausdauer bis Forderungen in den Parlamenten ankommen. Extreme Forderungen und Aktionen wie die der Klimakleber, der Corona-Skeptiker usw. lösen Unmut aus, doch ihre Anliegen können nicht unbeachtet bleiben. Die anstehenden Anliegen müssen die Parteien analysieren und ernsthaft angehen.
Bedenken Sie bitte beim Wählen: Die Wahlversprechen müssen durch das Parlament oder das Volk beschlossen werden.