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Fusion Wölflinswil und Oberhof (Leserbrief)

Von Reto Gander und Gebi Maier, Wölflinswil

Wer Ja sagt zur Fusion nimmt in Kauf, dass mittel- bis langfristig ein Schulstandort geschlossen wird.
Dazu steht im bindenden Fusionsvertrag unter Punkt 15.3 folgender Wortlaut: «Wenn sich im Bereich der Schule grössere Veränderungen und/oder neue Bedürfnisse ergeben (beispielsweise höhere Schülerzahlen, Sanierungsbedarf an Schulliegenschaften, veränderte Rahmenbedingungen usw.) ist die aktuelle Konstellation mit zwei Schulhäusern zu überprüfen und der Gemeindeversammlung dazu Bericht zu erstatten».
Für Leute welche zwischen den Zeilen lesen können bedeutet dieser Wortlaut klar, dass irgendwann der Schulstandort mit der geringeren Schülerzahl aufgehoben werden soll. So geschehen in der Gemeinde Mettauertal wo die Schule in Etzgen schon bald nach der Fusion hätte geschlossen werden sollen. Ein Aufstand der ansässigen Bevölkerung konnte danach wenigstens erwirken, dass der Kindergarten und die 1. und 2. Klasse bleiben konnten.
Die Schulen Wölflinswil und Oberhof kosten die Gemeinden aktuell je ca. 250 000 Franken pro Jahr. Wenn nun jemand glaubt, dass sich eine fusionierte, finanzschwache Gemeinde mit etwa 1700 Einwohnern auf lange Sicht zwei teure Schulstandorte leisten kann, verkennt die marktwirtschaftlichen Realitäten unserer Zeit. Wer in Zukunft weiterhin in beiden Gemeinden je einen Schulstandort haben will der sagt überzeugt Nein zu einer Fusion.