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Falscher Weg (Leserbrief)

Von Alfons Paul Kaufmann, Fraktionspräsident Die Mitte Aargau, Wallbach

Eine 13. AHV Rente mag verlockend klingen, ist aber der falsche Weg. Geld verteilen für diejenigen, welche es nicht brauchen ist für eine zukünftige sichere AHV absolut der falsche Weg. Wenn wir in Zukunft Geld ausgeben, dann nur für diejenigen Menschen in unserem Land, welche es wirklich brauchen. Und die gibt es. Das ist auch mir bewusst.
Natürlich ist es für uns, und da nehme ich mich nicht aus, denn auch ich könnte in den nächsten Jahren davon profitieren, sehr verlockend, ein Ja für diese zusätzliche Rente einzulegen. Und doch bin klar dagegen: Erstens leben wir länger und beziehen so auch länger eine Rente. Zweitens wird die Babyboomer-Generation, wozu auch ich gehöre, in den nächsten Jahren enorm viel Geld aus dem AHV-Topf in Form von Rente beziehen und dies auch ohne eine 13. AHV-Rente. Drittens, immer weniger Junge bezahlen in die AHV ein. Man muss also kein Mathematiker sein, um zu berechnen, dass, wenn es im Moment noch genügend Geld im AHV-Topf hat, dies irgendwann in den nächsten Jahren nicht mehr reichen wird. Dann sind unsere Jungen, unsere Kinder und Enkel, die Leittragenden und müssen, wenn sie für sich die AHV retten wollen, horrende Beitragserhöhungen in Kauf nehmen.
Wollen wir dies unseren Kindern und Enkeln aus purem Egoismus zumuten? Nein, das will ich meinen Kindern und Enkeln nicht aufbürden. Darum werde ich ein überzeugtes Nein zur 13. AHV-Rente einlegen, mit der Überzeugung, dass man in Bern nun erkannt hat, dass bei einem Nein möglichst rasch denen geholfen werden muss, welche es nötig haben.