Von Tanja Primault-Suter, Gipf-Oberfrick, alt Grossrätin SVP
In der Schweiz gibt es so viel Arbeit, dass der Fachkräftemangel das grösste Problem zu sein scheint. Seit dem Jahr 2000 (7,2 Mio. Einwohner) ist die Schweiz jährlich durchschnittlich um rund 75 000 Einwohner gewachsen (aktuell 9,0 Mio. Einwohner). Es gibt immer noch viele, die glauben, dass dem Fachkräftemangel nur mit Zuwanderung Abhilfe geschaffen werden könne. Dabei ist Fakt, dass die Zuwanderung viel Arbeit generiert, denn jährlich müssen Wohnraum, Gesundheitseinrichtungen, Justiz, Nahrung, Energie und Bildung für zusätzlich 75 000 Menschen gewährleistet werden! Beispiel Bildung im Kanton Aargau: Seit 2018 ist die Schülerzahl an der öffentlichen Volksschule um 7000 Schülerinnen und Schüler gestiegen (+6,4%), was rund 450 Vollzeit-Lehrpersonen an der Volksschule entspricht.
Können wir die Zuwanderung steuern? Ja. Denn wenn wir die Zahlen mit unserem Nachbarn Deutschland vergleichen, bietet sich in Deutschland ein vollkommen anderes Bild: Von 2000 bis 2022 ist Deutschland um 2,1 Millionen Einwohner auf 84,4 Millionen Einwohner gewachsen. Das entspricht einer Bevölkerungszunahme von 2,6%. Im gleichen Zeitraum ist die Schweiz um 1,6 Mio. Einwohner gewachsen, was einer Zunahme von 22,5% entspricht. Fazit: Das Bevölkerungswachstum ist nicht Gott gegeben, sondern das Resultat unserer Bundespolitik, Verwaltung, Gesetze und deren Auslegung.
2016 gab es eine Abstimmung über die «Masseneinwanderungsinitiative», die von Volk und Ständen angenommen wurde. Die Mehrheit im Parlament hielt es aber nicht für nötig, auf dieses Volksbegehren einzugehen und so geht es mit der masslosen Zuwanderung weiter. Und im Asylbereich befiehlt der Bund von oben den Kantonen, wie viele Menschen sie aufnehmen müssen und der Kanton wiederum diktiert den Gemeinden, wie viel Wohnraum sie zur Verfügung stellen und bezahlen müssen. Deshalb: Unterschreiben Sie die «Nachhaltigkeits-Initiative – Keine 10-Millionen-Schweiz vor 2050».