Von Daniel Marbot, Rheinfelden
Nun, die 13. Rente ist wider erwarten Realität! … und was haben wir von der Politik gelernt? Man höre und staune, in Bern weiss man zur Zeit noch nicht, wie das Ganze finanziert werden soll. Eigentlich ein Skandal. Die Politik hat es verpasst ernsthaft darüber nachzudenken, was passiert, wenn…. Überraschen tut mich das aber nicht. In Bern und in den Kantonen geht es selten um die Sache, es geht fast ausschliesslich um politische Ideologie. Richtig hingeschaut ist das das perfekte Rezept, wie man als Politiker an der Bevölkerung vorbei politisiert und es nicht einmal merkt. Die Quittung wurde am 3. März ausgestellt. Also, wie soll die 13. Rente finanziert werden? Mein Vorschlag ist einfach und mit keinem zusätzlichen administrativen Aufwand verbunden. Auf der zehnseitigen Anmeldung (kein Witz)für die Altersrente muss nur noch eine Zeile/Frage eingefügt werden. Diese lautet: Wollen Sie die 13. Rentenzahlungen/Jahr, Ja oder eben Nein. Die betuchten Schweizer und vor allem die Politiker (viele von ihnen stehen eh kurz vor ihrer Pensionierung), die sich gegen die 13. Rente ausgesprochen und diese nicht nötig haben, dürfen sich spätestens mit 65 auch gleich dazu bekennen und auf die 13. Rentenzahlung – zu Gunsten der weniger betuchten Schweizer – verzichten. Diese 13. Zahlung geht dann zurück in den Solidaritätstopf-Fonds und finanziert weit über 50 Prozent der Mehrkosten der 4 Milliarden Franken für die 13. Rente. Diese «grosszügige» Geste bzw. Spende sollte zudem von den Steuern abgezogen werden können, damit die Betuchten unter uns auch etwas von ihrer Grosszügigkeit haben.
Also an die Herren Thierry Burkart (Präsident FDP Schweiz), St. Müller (Grossrat SVP), B. Tüscher (Grossrat FDP), A.P. Kaufmann (Fraktionspräsident der Mitte), W. Jucker, Alfred Heer (Nationalrat SVP), Manuel Mauch, Präsident FDP Bez. Rhf., sowie die Damen B. Bieber (Grossrätin GLP), Claudia Hauser (Grossraetin FDP), Susanne Schlitler (Präsidentin FDP Frauen) etc. Jetzt ist die Zeit gekommen, Farbe zu bekennen, und gemäss ihrer Überzeugung ein zweitesmal mit Nein zu antworten, dann kommt alles gut. Alles andere ist reine Heuchelei. Und was die Renteninitiative angeht, soll man mir einmal erklären, wie die Jungfreisinnigen sich das vorgestellt haben. Man möchte also das Rentenalter den höheren Lebenserwartungen anpassen. Dabei gibt es bloss ein Problem, wenn man heute bereits im Alter von 54 seine Stelle verliert, sind die Chancen, wieder eingestellt zu werden, äusserst gering, heisst, die Arbeitslosenzeit und nicht die Arbeitsjahre werden verlängert, was viele ältere (nicht alte) Menschen noch tiefer in die Altersarmut treibt. Aber dass können Jungfreisinnige ja nicht wissen, da sie diese Erfahrung erst noch machen müssen. Freut euch!