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Es ist dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen (Leserbrief)

Von Andreas Burckhardt, Möhlin

Selten hat eine Redensart so gut gepasst wie am vergangenen Wahlsonntag. Was ist passiert? Die bei den Nationalratswahlen siegreiche SVP erlitt eine gewaltige Schlappe in vier der fünf Kantonen, in denen sie mit einem – selbstredend männlichen – Kandidaten antrat.
Warum das? Von mir aus waren es unter anderem folgende Gründe:
Die Mehrheit des Volkes will keine Partei, welche:
- für alles und jedes nur die Ausländer beschuldigt.
- die Armen ärmer und die Reichen reicher macht.
- die sich mit Händen und Füssen gegen bezahlbare Kindertagesstätten, gegen bezahlbare Krankenkassen und gegen bezahlbare Mieten stellt.
- das öffentlich-rechtliche Radio und Fernsehen zu Tode sparen lassen will, um es durch ein rechtsdralliges Radio und Fernsehen im Stil der Berlusconi-Medien zu errichten, das dann wohl «Weltwoche-» oder «Köppel-Radio und -Fernsehen» heissen würde.
- die öffentlichen, obligatorischen Krankenkassen abschaffen möchte und im Stil von Ex-Präsident Donald Trump eine Krankenversorgung nur für die Reichen errichten möchte.
- die im Gegensatz zur grossen Mehrheit der Schweizer Bevölkerung nicht solidarisch mit dem ukrainischen Volk sondern mit dem russischen Regime ist, so wie das ja für den Ex-Nationalrat Roger Köppel auf widerlichste Art längst zutrifft, aber auch für die ganz grosse Mehrheit der SVP-Parlamentarier, welche bei der Zoom-Ansprache von Präsident Zelenskij auf schamloseste Art demonstrativ den Nationalratssaal verliess.
Vielleicht merken die SVP-Mitglieder jetzt, dass sie ihre Politik diametral ändern sollten, wenn sie nicht auch in Zukunft ähnliche Schlappen erleiden wollen.