Von Willi Schaffner, Möhlin
Schon heute ist die Schweiz einer der grössten Netto-Importeure von Lebensmitteln, weltweit! Mit einem Selbstversorgungsgrad aus eigener Landwirtschaft decken wir gerade mal noch 50 Prozent unseres eigenen Bedarfs und der sinkt jedes Jahr weiter um 1 weiteres Prozent, dabei sind natürliche Schwankungen der Natur wie Wetter oder Trockenheit nicht mal eingerechnet. Unsere Landwirtschaft weist heute schon 19,3 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen mit ökologischen Aufwertungen (Biodiversitätsflächen) aus. Mit den noch verbleibenden Flächen müssen wir zwingend unseren Nahrungsmittelbedarf decken können. Statistisch gesehen essen wir bereits seit dem 10. Juli Nahrungsmittel die im Ausland produziert wurden. Das nach wie vor uneingeschränkte Bevölkerungswachstum der Schweiz, die heute schon eine der grössten Bevölkerungsdichte ausweist weltweit, wird weiter dafür sorgen, dass der Selbstversorgungsgrad stetig weiter sinkt. Schon heute hat die Schweiz für ihre Landesernährung keinen «Trumpf» mehr in der Hand. Die Initiative für Biodiversität fördert diese Tendenzen noch, indem sie nach dem Willen der Initiantinnen und Initianten bis 30 Prozent der verfügbaren Flächen still legen will! Die Schweiz ist zwar in vielen Belangen bereits vom Ausland abhängig, aber das meiste davon könnte man durch Einschränkungen und neu organisieren verkraften. Wer aber die Hoheit über die eigene Ernährung anderen abgibt, der hat nichts mehr zu wünschen, sondern dem wird gesagt was er zu tun hat. Alle die am 22. September an der Wahlurne zu diesem Thema Stellung beziehen wollen, sollten diese Fakten stets im Hinterkopf haben, die momentane politische Weltlage genau beobachten, sich nicht auf immer offene Grenzen verlassen auch wenn wir das bis jetzt so gewohnt sind und die Entscheidungen mit weiser Voraussicht treffen. Schon heute sind wir dermassen reguliert und bevormundet, dass wir uns bereits selber auf den Füssen herum treten. Es reicht! Ich weiss was ich am 22. September abzustimmen habe!