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Dorffest Wegenstetten: Nachdenkliches (Leserbrief)

Von Rudolf Hasler, Präsident Verein Senioren für Senioren Möhlin und Grossvater eines betroffenen Jugendlichen

Ich gratuliere dem gesamten OK und allen Helfenden für das hervorragende Dorffest, das ich persönlich miterleben durfte. Es war aus meiner Sicht ein Fest der Superlative!
Am Rande des Festes passierten aber Dinge, welche mich sehr besorgt machen. Für das Dorffest in Wegenstetten wurden im Vorfeld noch Helfende gesucht. In der Oberstufenschule Möhlin wurden deshalb Schülerinnen und Schüler angefragt, ob sie nicht Lust hätten, mitzuwirken. Spontan haben sich verschiedene Schülerinnen/Schüler gemeldet. Sie wurden vom OK mit der Parkplatzeinweisung beauftragt und erhielten hierfür verschiedene Auflagen/Anweisungen, die zu beachten waren. So musste innerhalb des Parkplatzes z.B. ein grösseres Feld für den Umschlag von diversen Sachen freigehalten werden.
Hierfür hatten aber verschiedene Automobilistinnen und Automobilisten absolut kein Verständnis. So bezeichneten diese die freiwilligen Helfenden u.a. mit «Arschlöcher», «Idiote, machet doch de Job richtig», «Gottverdammi, ihr lötige Sieche, wieso mache Chinder e sone Schissjob».
Es tut mir leid zu hören, dass die Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig gemeldet haben, um beim Dorffest in Wegenstetten zu helfen, solche negativen Erfahrungen gemacht haben. Es ist bedauerlich, dass einige Automobilisten kein Verständnis für die Arbeit der jungen Helfenden hatten und sie auf unangemessene Weise beleidigt haben.
Mir ist klar, dass solche Reaktionen nicht repräsentativ für die gesamte ältere Generation sind. Es gibt viele ältere Menschen, die die Arbeit und das Engagement junger Menschen schätzen und dankbar dafür sind. Es ist aber sehr bedauerlich, dass diese Dankbarkeit in diesem Fall nicht zum Ausdruck gebracht wurde. Im Gegenteil: Am Schluss bleibt das Negative hängen!
Erfreulich ist festzustellen, dass Rüppelhaftigkeit keineswegs eine Frage des Alters ist, sondern vielmehr darauf hinweist, mit welch atemberaubender Geschwindigkeit man durch die Kinderstube gerast ist.
Wir als Gesellschaft müssen zusammenarbeiten, uns gegenseitig unterstützen, respektieren und wertschätzen, unabhängig von Alter oder Generation. Es ist bedauerlich, dass die Schülerinnen und Schüler aufgrund dieser Erfahrung Zweifel an der Wertschätzung ihrer Arbeit und der Respektierung ihrer Personen haben. Es ist jedoch wichtig, dass sie sich nicht entmutigen lassen und weiterhin ihr Engagement für die Gemeinschaft zeigen.
Es wäre eventuell auch hilfreich, wenn solche Vorfälle mit den Organisatoren oder anderen Verantwortlichen besprochen werden, damit sie auf solche Situationen reagieren und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen können, um solche negativen Erfahrungen in Zukunft zu vermeiden.