Von Regula Rügge, Leiterin PRO-Komitee MZG Zeiningen
Dem Referendumskomitees gehen langsam die Argumente aus, darum stellen sie wahrscheinlich aus der Luft gegriffene Behauptungen auf und präsentieren irgendwelche Zahlen, die auf falschen Tatsachen beruhen. Es ist nun an der Zeit, Licht ins dunkle Wirrwarr der Lügen und Unterstellungen zu bringen und die Wahrheit über das Mehrzweckgebäude darzustellen.
Mit dem geplanten Neubau wird ein neuer Begegnungsort und Treffpunkt geschaffen, der die Weiterentwicklung der Gemeinde und das Dorfleben fördert. Die Bedürfnisse der Bevölkerung sind für die nächsten Jahre gedeckt und die Raumprobleme der Gemeinde, Schule, Musikschule, Mittagstisch, Vereine und Institutionen gelöst. Die Ehrenamtlichen in den Vereinen erhalten zeitgemässe Strukturen für ihr Engagement. Im Mitteldorf kann neuer Wohnraum entstehen. Da in der Schule extremer Raummangel herrscht, ist es dringend nötig, dass das neue Mehrzweckgebäude so schnell wie möglich gebaut wird. Wird der Baukredit abgelehnt, stehen wir vor einem Scherbenhaufen. Mit der Planung müsste von Grund auf neu begonnen werden. Die Arbeit von drei Jahren wäre vergebens und die bisherigen Planungskosten wären verloren. Ein neues Projekt könnte frühestens auf 2029 realisiert werden. Da die Aula und Gruppenräume fehlen, können die Ziele vom Lehrplan nicht wie gefordert umgesetzt werden. Der Sparkurs der Gegenpartei wird auf dem Rücken der Schulkinder ausgetragen.
Das neue Gebäude ist behindertengerecht, nachhaltig und weitsichtig geplant. Während der Planungsphase wurden die Bedürfnisse aller Nutzenden koordiniert und das aktuelle Raumprogramm entspricht der Notwendigkeit von Gemeinde, Schule, Musikschule, Mittagstisch und den Vereinen. Die aktuelle Belegungsplanung des Mehrzweckgebäudes zeigt, dass es über 600 Belegungen pro Jahr sein werden – und nicht wie vom Referendumskomitee behauptet 18 pro Jahr.
Aufgrund einer vorsichtigen Steuerpolitik konnten in den letzten Jahren in Zeiningen die Schulden getilgt und Vermögen gebildet werden. Die Gemeinde hat genügend Steuerkraft, um den Neubau ohne Steuererhöhung zu realisieren.
Die korrekten Zahlen zum Neubau:
Das neue Mehrzweckgebäude hat ein Volumen von 10153 m3 – nicht wie vom Referendumskomitee behautet 9000 m3. Die Gegenpartei führt das Beispiel von Bergdietikon an, wo eine Doppelturnhalle 9,1 Mio gekostet haben soll. Rückfragen bei Bergdietikon haben ergeben, dass die Bauabrechnung 10,255 Mio betragen hat. Zudem entstand der Bau im Jahr 2019. Jeder Baufachmann kann bestätigen, dass die Teuerung im Baugewerbe in den letzten Jahren um 15 Prozent gestiegen ist. Müsste Bergdietikon ihre Turnhalle jetzt bauen, würde sie demnach 11,7 Mio kosten. Wir bauen in Zeiningen ein Mehrzweckgebäude, das verschiedenen Bedürfnissen der Schule, der Gemeinde, vom Sport, Musikschule, Theater, Konzerten und Anlässen gerecht wird – nicht «nur» eine Turnhalle. Da ist der Preis von 11,825 Mio durchaus vertretbar.
Bei genauer – wahrheitsgetreuen – Betrachtung fällt also auf, dass unser Dorf und die Zeininger Bevölkerung einen grossen Mehrwert mit dem Bau des Mehrzweckgebäudes erhalten. Darum bitte ich sie, am 3. März ein Ja in die Urne zu legen.