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Demonschtriere (Leserbrief)

Von Erika Hugentobler-Lützelschwab, Magden

Demonschtriere isch hütt sehr modärn, vor allem z Basel, z Züri und z Bärn. Demonschtriere heisst: öffentlich si Meinig bekunde, sigs elei oder me hett Gliechgsinnti gfunde. Die einte säge: s Autifahre isch drnäbe und tüent sich drum uf d Schtrosse chläbe. Die andere meine, si sötte mehr Lohn ha und zünde alles wo im Wäg schtoht a. Es git Lüt, die wänd öffentlich drüber richte, uf was d Gsellschaft alles söll verzichte. Es risserischs Thema, so cha me bi dr Masse lande, und scho isch wieder e neui Demo entschtande. Denn mit em Händy no d Lüt informiere: «Am Dag X, Zyt Y in Z tüent mir demonschtriere. Bringed Transparänt, Megafon und Fahne mit, so chunnt d Demo i de Medie und wird en Hit»!
Doch wer söll das Ganze denn verschtoh, wenn si alles tüent zämmeschloh? Und bedänked au, wer inere Uniform schteckt, isch nit öpper, wo sich hindere Maske verschteckt. Es isch e Mönsch wie du und ich, macht si Arbet und wird derbi nit rich. Zur Zyt isch demonschtriere in ville Schtädt verbote will z vill verschiedeni Lüt anenader grote oder ischs wäge de Terrorischte und de Chaote?