Von Regula Rügge, Zeiningen
Die finanziellen Bedenken der Gegner:innen des Kredits fürs Mehrzweckgebäude in Zeiningen kann ich nachvollziehen. Aus meiner Sicht macht es aber keinen Sinn, das ganze Projekt zu stoppen und wieder von vorne zu beginnen. Einerseits würde das nur eine unnötige, zeitliche Verzögerung geben, die die Schule in eine schwierige Lage bringen würde, da wichtige Schulräume fehlen werden. Andererseits hat die Gemeinde in der Vergangenheit schon rund eine Million für die Planung ausgegeben, die dann verloren wäre. Wir haben aktuell ein zweckmässiges und ästhetisch ansprechendes Projekt, das den Bedürfnissen der Schule, der Gemeinde und den Vereinen entspricht. Sicher könnte man alles billiger machen und überall sparen – aber zu welchem Preis? Wer sich etwas in der Baubranche auskennt, wird bestätigen, dass es wichtig ist, auf gute Qualität, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit zu achten. Allen ist klar, dass dies natürlich seinen Preis hat. Es gibt unzählige Beispiele von Billigbauten, die drei bis fünf Jahre nach Erstellung bereits wieder mit hohen Zusatzkrediten saniert werden mussten. Das ist sicher nicht im Sinne der Zeininger Bevölkerung. Als ehemaliges Mitglied der Finanzkommission bin ich der festen Überzeugung, dass die Gemeinde Zeiningen die finanzielle Belastung dieses Projektes ohne Steuererhöhung tragen kann. Die Kreditgegner:innen versuchen mit viel Polemik, Angstmacherei, Halbwahrheiten und kuriosen Rechenbeispielen Unsicherheit zu streuen. Die Zeininger Bevölkerung lässt sich aber dadurch nicht beirren. In der Vergangenheit hat sie bei unzähligen, zukunftsweisenden Entscheidungen weitsichtig, clever und vernünftig entschieden. Ich bin überzeugt, dass sie - in Abwägung aller Fakten - den Mut haben wird, «Ja» zu sagen zum Baukredit für das neue Mehrzweckgebäude.