Von Christian Sägesser, Hellikon
Innerhalb einer Woche kam es in unserer Region Anfangs September zu zwei Grossbränden. Ein Grossaufgebot an Feuerwehren aus den betroffenen Gemeinden und deren Nachbarorte konnte die Brände unter Kontrolle bringen und löschen. Nicht auszudenken, was noch hätte geschehen können, wenn nicht so schnell so viele Angehörige der Feuerwehren (AdF) vor Ort gewesen wären und vollen Einsatz geleistet hätten. Diese AdF, Frauen und Männer wie Sie und ich liessen an ihrem Arbeitsort oder in ihrem Zuhause alles liegen und stehen, um in den Einsatz zu gehen, um zu helfen und sogar ihr eigenes Leben dafür zu riskieren. Getreu ihrem Motto: «Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr.»
Sie alle sind in einer Ortsfeuerwehr im Milizsystem organisiert und gehen normalen Berufen nach oder sind Hausfrau oder Mann. Diesen Frauen und Männern gebührt ein grosses Dankeschön. Aber auch Ihren Arbeitgebern, Angehörigen und Familien. Müssen sie doch ihre Mitarbeiter oder ihre Liebsten dann unvermittelt ziehen lassen, wenn es gerade nicht passt, eine wichtige Arbeit wartet oder ein Familienessen ansteht. Das Milizsystem bietet zahlreiche Vorteile: Die schnelle Einsatzbereitschaft, Kostenersparnis gegenüber einer rein professionellen Wehr, Förderung der Gemeinschaft, eine flächendeckende Versorgung und der Erhalt von Know-How und Aufrechterhaltung von Traditionen über Generationen hinweg. Das Milizsystem trägt entscheidend zur Sicherheit der Bevölkerung bei und ist ein wichtiger Pfeiler des zivilen Katastrophenschutzes.
Dieses Milizsystem gilt es zu stärken und die Rahmenbedingungen dazu müssen auch für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, welche ihre Mitarbeitende in den Einsatz gehen lassen, stimmen. Einfach ein sehr grosses Dankeschön!