Von Daniel Rüetschi, Böztal
Zehn Fricktaler Gemeinden bündeln ihre Wirtschaftsförderung und wollen dafür kantonale Fördermittel beantragen. Böztal ist nicht dabei. Fricktal Regio nennt ausschliesslich Kaiseraugst, Rheinfelden, Möhlin, Stein, Sisseln, Münchwilen, Eiken, Frick, Kaisten und Laufenburg.
Dabei beschränkt der Kanton das Förderprogramm öffentlich nicht auf Gemeinden mit einem formellen wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkt. Voraussetzung ist vielmehr, dass eine Gemeindegruppe insgesamt über bedeutendes wirtschaftliches Entwicklungspotenzial verfügt und mindestens 100’000 Franken Eigenmittel pro Jahr einbringt. Die Eingabefrist läuft bis 11. Oktober 2026.
Damit stellt sich für Böztal eine konkrete Frage: Wurde die Gemeinde lediglich nicht in die Zehnergruppe aufgenommen – oder hat der Gemeinderat selbst gar keine Beteiligung beziehungsweise Aufnahme angestrebt? In den öffentlich zugänglichen Unterlagen ist bislang kein Antrag Böztals auf Beteiligung ersichtlich. Das ist auch deshalb von Interesse, weil Böztal in seinem eigenen Leitbild ausdrücklich die «Ansiedlung von wertschöpfungsintensiven Branchen» als Ziel nennt. Hat Böztal die neue Fördermöglichkeit aktiv geprüft und eine Aufnahme angestrebt? Falls nicht: weshalb nicht?