Von Werner Meier, Zeiningen
Antwort auf den Leserbrief von A. Burckhardt
Zynisch soll meine Aussage betreffend Ukraine sein. Dann hätte ich mich auch noch gegen die Aufnahme der Juden während des 2. Weltkrieges gewehrt. Herr Burckhardt – sind Ihre Anschuldigungen bewusst gegen die SVP, oder nur gegen den Meier?
Haben Sie nicht begriffen, um was es geht? Dass wir uns eine 13. AHV leisten können müssen? Und dass wir einsparen oder durch mehr Steuern die Kasse füllen müssen? 66'000 Ukrainer sind nun in der Schweiz. Wissen Sie, was uns das kostet, wenn die wieder zurück gehen? Wie viele Milliarden hat Cassis versprochen? Ist Ihnen nicht bekannt, dass der grösste Teil der Asylsuchenden aus anderen Kulturen nicht bedroht sind? Dass Armut und wirtschaftliche Not kein Asylrecht darstellen (im Sinne des internationalen Asylrechts)?
Eine Frechheit ist ihre Aussage betreffend Nicht-Aufnahme von Juden. Am 13. August 1942 verhängte die Schweiz eine Einreisesperre für Ausländer, die allein aus rassischen Gründen verfolgt wurden. Ein Erlass, der für manche Juden einem Todesurteil gleichkam. Für diesen Entscheid schäme ich mich immer noch. Aber es gab auch den Polizeikommandant Grüninger (er hätte auch Meier heissen können) . Er schmuggelte 3000 Juden in die Schweiz und wurde dafür schwer bestraft. Erst sehr spät rehabilitiert. Der war kein Sozi. Bundesrat Eduard von Steiger hatte seinerzeit noch behauptet, die Schweiz könne keine 9000 Flüchtlinge aufnehmen!
Der Herr Burckhardt hat bestätigt, dass jeder Rassist und Rechtsextremist sei, der nicht im »heeren Vaterland» den Pestalozzi spielt wie er.