Von Karl Schib, Ex-Schulleiter LS, Frick
Biodiversität, die Vielzahl von Pflanzen und Tieren, ist auch für unsere Landwirtschaft lebenswichtig. Dafür setzt sie in den letzten drei Jahrzehnten, seit der Neuausrichtung der Agrarpolitik, eine Vielzahl von verordneten ökologischen Anbaumassnahmen und Programmen um. Der Anteil der extensiv bewirtschafteten Flächen liegt unterdessen bei rund 20 Prozent der landw. Nutzfläche.
Es ist erfreulich, dass der Artenschwund seit der Neuausrichtung der Agrarpolitik aufgehalten werden kann. Nicht alle Biologen mögen diese Feststellung teilen. Insbesondere die Initianten der aktuellen Biodiversitätsinitiative haben eine andere Sichtweise. Sie wollen, dass weitere 3,5 Prozent der produktiven Äcker in Biodiversitätsförderflächen umgewandelt, und nehmen in Kauf, dass sie damit der Nahrungsmittelproduktion entzogen werden. Gegen diese strikte Verordnung wehrt sich der ausgebildete und erfahrene Landwirt. Er bevorzugt die weitere Ökologisierung seines Betriebes selbstständig - oder allenfalls nach einer individuellen Beratung, ohne Vorschrift.
Für mehr Biodiversität braucht es die Initiative nicht, wie auch die grosse Mehrheit von Bundesrat und Parlament mit einem Nein entschieden hat.