Von Urs Zuber, Gipf-Oberfrick
Mit dem Referendum gegen das Budget 2024 und damit die vier Tempo-30-Zonen wollen die SVP und das Referendumskomitee in Gipf-Oberfrick «der Einführung von Tempo 30 definitiv den Riegel schieben». Es ist schon anmassend, wenn die Volkspartei in unserem Dorf bestimmen will, ob überhaupt – und wenn ja – über was wann entschieden werden soll.
Nach der Abstimmung im Jahr 2021 über die flächendeckende Einführung von Tempo 30 hat der Bundesrat auf den 1. Januar 2023 für die Schaffung von Tempo-30-Zonen ein vereinfachtes Verfahren verfügt. Damit werden die Kosten bei der Einführung solcher Zonen markant gesenkt. Mit dem festgelegten, einheitlichen Verfahren will unser Gemeinderat die von der Beratungs-stelle für Unfallverhütung (BfU) und dem TCS empfohlenen Tempo- 30-Zonen dort einführen, wo die Sicherheit in den Quartierstrassen erhöht werden kann. Auch der Lärm nimmt ab, was die Wohn- und Lebensqualität steigert. Und das alles ist zu haben für ein paar Sekunden mehr Fahrzeit. Viele Städte und Dörfer führen – wo sinnvoll – planmässig Tempo-30-Zonen ein, auch in unserer Region. Das ist bei der heutigen und zukünftigen Entwicklung der Quartiere und des Verkehrs ein aktives Handeln zum Wohle der Bevölkerung. Die Argumente des Referendumskomitees sind aus der Zeit gefallen. Bitte setzen Sie ein Zeichen mit einem Ja zum Budget 2024 und den bewilligten vier Tempo-30-Zonen. Herzlichen Dank.