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Angriffe auf Gewerkschaften, bilaterale Verträge, Friedensabkommens von 1937

Von Kurt Bischofsberger, SP und Gewerkschafter, Wittnau

Sind die bilateralen Verträge «Fluch oder Segen»? oder ist die Macht der Gewerkschaften zu gross? Politiker der SVP möchten den Einfluss der Gewerkschaften einschränken. Nach Meinungen von Nationalrätin Frau M. Martullo-Blocher und Nationalrat Thomas Burgherr, Aargau. Es gehört zur Rolle der konservativen und rechten Politik, Einfluss zu nehmen und Forderungen der «Linken» abzuwehren. Es ist ebenso die Aufgabe der Gewerkschaften, für die Besserstellung der Arbeitnehmenden zu kämpfen. Seit dem Friedensabkommen von 1937 ist es in der Schweiz üblich: Die Arbeitnehmer-Organisationen formulieren ihre Forderungen an die Arbeitgeber, diese reagieren entsprechend mit ihren Vorstellungen. Die seither entstanden sozialen und Lohnverbesserungen sind nach diesem Vorgehen ausgehandelt worden. Nur im Katalog enthaltene Forderungen, «Begehren», wurden zum Gegenstand der Verhandlungen. Darauf reagierten die Vertreter der Firmen. Nach diesem Austausch wurde nur über die verbleibenden Anträge (Forderungen) an den Verhandlungen debattiert. Mit dem Zuzug der Produktions-Werke der Basler Chemiefirmen ins Fricktal kamen auch die fortschrittlichen Löhne und Arbeitsbedingungen in den Aargau. So ist es nach wie vor, die Rolle der Gewerkschaften, auf diesem Weg, um Verbesserungen zu kämpfen. Es bleibt die Frage, wie kann jemand mit weniger als 5000 Franken Einkommen den Lebensunterhalt bestreiten, Rücklagen machen für die Pensionierung und dazu noch für die 2. wie die 3. Säule sparen? Ebenso ist es mit dem Einkommen für Ehepaare im Alter. Was kann man sich da noch leisten? Nach der Abstimmung über die 13. AHV-Rente streiten jetzt die Parteien von links, Die Mitte, FDP, SVP, wie dies finanziert werden soll. Es ist empfehlenswert sich in der «Schweizergeschichte» über «Das Friedensabkommen in der schweizerischen Metall- und Maschinenindustrie 1937» zu informieren, weil dies der Ausgangspunkt für die Entwicklung bis heute ist. In der Schweiz gibt es deshalb kaum Streiks im Gegensatz zu umliegenden Ländern.