Von Gerhard Waldner, Zeiningen
Liebe SVPler, wie wäre es wenn ihr nicht nur das von euch bei jeder sich bietenden Gelegenheit stigmatisiertes «Problem» Zuwanderung lösen helfen würdet. Dies geht natürlich nicht, denn dann könntet ihr das Thema nicht mehr beackern. An einer gangbaren Lösung ist die SVP überhaupt nicht interessiert, darum wird nie und nimmer von dieser Seite ein realisierbarer Vorschlag kommen. Auch das immer und immer wieder vorgebrachte Argument, dass die Schweiz die Einwanderung wieder eigenständig steuern will, stimmt so nicht und wird auch nicht wahrer, wenn es immer wieder wiederholt wird. In die Schweiz kann nur arbeiten kommen, wer einen gültigen Arbeitsvertrag hat und ein begrenzter Kreis derer Familienangehörigen. Wer gibt diesen Leuten denn einen Arbeitsvertrag liebe SVPler? Die Industrie und die KMUs in der Schweiz. Herr Ackermann zitiert in seinem Leserbrief aus einer Pressemitteilung der SVP, dass 2023 mehr als 260 000 Personen in die Schweiz eingewandert sind. Wie die meisten Zahlen, die von dieser Seite kommen, ist auch diese falsch! Die Nettozuwanderung 2023 betrug 98 851 Personen plus 95 067 Asylgesuche (inkl. Ukrainer*innen), totale Zuwanderung 193 918 Personen. Die Auswanderung aus der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung betrug 75 291 Personen. Diese Zahl wird natürlich von der SVP beflissentlich nicht genannt! Die SVP nennt sich auch Wirtschaftspartei, aus diesem Grunde sollte sie doch an der grossen Zuwanderung in den Arbeitsmarkt hocherfreut sein. Nein, sie hetzt aus allen «Rohren» gegen eben diese Leute, die den Wohlstand der Schweiz hoch halten. Wir sind uns ja gewöhnt, dass die Argumente der SVP immer nur einem Zweck dienen, der Angstmacherei, Polemik und Propaganda. Herr Ackermann, auch wenn Sie Ihren Leserbrief mit SVP-Grossratskandidat unterzeichnen, werden die Zahlen nicht wahrer. Auch aus Ihren Zahlen geht nicht hervor, um wie viele Asylanten, Ukrainer oder Arbeitsemigranten es sich handelt.
Es fragt sich, wessen Wohlstand die SVP mit ihrer Nachhaltigkeits-Initiative erhalten wollen, der der Bevölkerung oder ihrer Geldgeber.
Quelle: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-100155.html