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AHV Kaufkraft erhalten, für ein besseres Leben im Alter (Leserbrief)

von Werner Erni, Möhlin

Warum ist eine Verbesserung der AHV für Jung und Alt wichtig? Die AHV ist ein Grundpfeiler der Schweiz und entsprechend in der Bundesverfassung verankert. Sie soll den Existenzbedarf decken. Allerdings reicht sie leider meistens nicht dafür aus den Lebensunterhalt zu finanzieren. Es braucht zusätzliche Mittel. Die 13. AHV Rente ist nicht etwa eine Luxusleistung, sondern gleicht lediglich den aktuellen Kaufkraftverlust etwas aus. Niemand wollte oder könnte auf seinen 13. Monatslohn verzichten.
Die AHV ist die wichtigste und effizienteste Vorsorgeeinrichtung für alle, bis weit in den Mittelstand. Die meisten Leute haben ihre AHV-Rente während ihres Arbeitslebens ja selbst einbezahlt. Es ist nicht so, dass die Jungen den Alten die Rente spendieren. Auch die 13. AHV ist nicht gratis. Sie muss auch selbst finanziert werden, allerdings auf effiziente Weise. Das bei der AHV angewandte Umlageverfahren garantiert eine kontinuierliche Finanzierung. Immer wieder taucht die Frage auf, wie eine solche Verbesserung finanziert werden soll. Diese Frage wurde im Initiativtext absichtlich offen gelassen und wird gesondert angegangen. Sie ist also nicht Bestandteil der Initiative und lässt auch Raum für sozial verträgliche Lösungen. In der nächsten AHV-Revision sollte auch eine höhere Mindestrente anstelle der Ergänzungsleistung angegangen werden. Die Initiative schliesst solche Verbesserungen nicht aus.
Dagegen ist eine weitere Erhöhung des Rentenalters nicht nötig. Vergessen wir nicht, das höhere Rentenalter für Frauen wurde soeben eingeführt, was faktisch eine Rentenkürzung bedeutet. Dabei wird die durchschnittliche Lebensaltererwartung nicht mehr so weiter steigen. Hingegen ist länger Arbeiten jetzt schon möglich. Allenfalls wäre ein Wechsel auf ein System mit echten Beitragsjahren (incl. Erziehungs- und Betreuungsgutschriften) zu überlegen. So könnten Akademiker nach dem Studium gleich lang arbeiten, was auch dem Fachkräftemangel entgegen wirken würde.
Die Finanzierung der AHV ist gesichert, weil sie nicht von der Anzahl der Arbeitskräfte sondern von der gesamten Lohnsumme abhängig ist und diese steigt u.a. durch die Produktivitätssteigerung kontinuierlich an. Der Erhalt der Kaufkraft der Konsumenten ist grundlegend wichtig für eine gesunde Volkswirtschaft. Wer nachrechnet, kommt selbst darauf. Die AHV ist die sicherste und effizienteste Altersvorsorge, gerade für den Mittelstand. Aus diesen Gründen macht ein Ja zur 13. AHV-Rente eindeutig Sinn.