Von Jörg Bürgi, Laufenburg
Am 17. Januar wird der Aargauer Grosse Rat darüber beschliessen, ob der gewünschte Halbstundentakt zwischen Laufenburg und Stein mit der Bahn oder mit dem Bus gewährleistet werden soll.
Aus finanziellen und zeitlichen Gründen tendiert der Regierungsrat für die Busvariante. Sie ist günstiger und kann viel schneller verwirklicht werden. Zudem argumentiert der Regierungsrat mit dem fehlenden Potential an Reisenden, resp. sagt, dass die Zahl der Pendelnden eine Bahnvariante nicht rechtfertigen würde.
Aus folgenden Gründen bringt die Busvariante nicht die nötige Entlastung:
• In den Stosszeiten gibt es in Laufenburg und Stein immense Wartezeiten. Der Bus würde also auch im Stau stehen oder müsste Umwege fahren. Er wäre damit wenig attraktiv.
• Für Pendelnde ist es attraktiver auf die Bahn als auf den Bus umzusteigen.
• Mit der Busvariante können die Anschlüsse weniger verbindlich eingehalten werden.
• Durch den Ausbau im Sisslerfeld – man spricht von 3000 neuen Arbeitsplätzen – wird der Verkehr noch zunehmen.
Vorschlag: Die Gegnerinnen und Gegner der Busvariante kritisieren das fehlende Engagement der SBB für die Bahnvariante. Sie fragen sich, …
• warum denn die Limmattal-Bahn mit Hilfe des Kantons relativ schnell verwirklicht werden konnte und dies auf einem neuen Trassee?
• wieso dies auf der Linie Laufenburg – Stein so schwierig sein soll, obwohl hier bereits ein Trassee besteht.
• ob es vielleicht wie mit der Kantonsschule im Fricktal ist und den Druck von aussen (Basler, die keine Fricktaler Schüler mehr wollen) braucht?
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wir sind überzeugt davon, dass die Bahnvariante verwirklicht werden kann. Sie ist zuverlässiger, ökologischer und nachhaltiger.
In diesem Zusammenhang ist auch die Neuauflage der Rheintal-Linie von Winterthur nach Basel wieder vermehrt ins Gespräch zu bringen (regelmässig fahren darauf Güterzüge). Die Reisezeit von Winterthur nach Basel könnte damit halbiert werden.
Wir wünschen, dass sich der Aargauer Grosse Rat am 17. Januar für die Bahnvariante und somit für das Fricktal entscheidet.
Kommen Sie als Zuhörerin/Zuhörer am 17. Januar (nachmittags) in den Grossratssaal!