(us) Die 71. Schweizer Meisterschaft der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV) ist gestartet. Die Wettkämpfe finden dieses Jahr in Heimberg statt. Am 29. August war die Eröffnungsfeier mit dem traditionellen Kantone-Wettkampf. Die Mannschaft Aargau holte Bronze. René Hüsler aus Gansingen leistete als Bester im Team seinen Teil zur Medaille.
Die Schweizerische Freie Keglervereinigung (SFKV) führt heuer ihre 71. Schweizer Meisterschaft durch. Zum achten Mal werden die bedeutendsten Wettkämpfe des Jahres auf nationaler Ebene in Heimberg ausgetragen, organisiert vom SFKV-Unterverband Berner Oberland. Am 29. August gaben Heimbergs Gemeindepräsidentin Andrea Erni Hänni und der Zentralsportleiter Daniel Wyss die Bahnen im Kegelsportzentrum Rössli frei. Der traditionelle Kantone-Wettkampf bildete den Auftakt zur Schweizer Meisterschaft. Elf Mannschaften aus den Kantonen Aargau, Bern, Freiburg, Luzern, Obwalden, Nidwalden, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Zürich und den Halbkantonen Basel-Land und Basel-Stadt traten gegeneinander an. Die Keglerinnen und Kegler aus Obwalden und Nidwalden schlossen sich zum Team Unterwalden zusammen. Aargau erwarb Bronze. René Hüsler aus Gansingen ebnete mit dem besten Ergebnis im Team den Weg zur Medaille. Die Goldmedaille ging an Solothurn. Bern gewann Silber.
Während in der Aula Heimberg die Eröffnungsfeier über die Bühne ging, kämpften im Rössli die Kantone-Mannschaften um die Edelmetalle Gold, Silber und Bronze. Das Freiburger Team durfte zunächst auf einen vorderen Rang hoffen. Im Laufe des Nachmittags wurde es jedoch überflügelt, zuerst von den Luzernern und später auch von Solothurn, Bern und Aargau. Luzern wiederum musste den Aargauern, die als letztes Team kegelten, am Ende des Tages die Bronzemedaille überlassen.
Aargau kämpfte gegen starke Konkurrenz
Die Aargauer verdienten sich Bronze mit einem Durchschnitt von 637.40 Holz. Ihre Meister fanden sie in den starken Gegnern Solothurn und Bern. Der Abstand zu Solothurn war deutlich, das Siegerteam entschied den Kantone-Wettkampf mit durchschnittlich 643 Holz für sich. Einen entscheidenden Teil zu Solothurns Triumph steuerte Placi Caluori aus Wolfwil bei. Er verbuchte als Teambester 654 Holz.
Gegen Bern unterlag Aargau knapp, der Abstand betrug weniger als drei Holz. Die Berner sicherten sich Silber mit einem Mittelwert von 640 Holz. Massgeblich am Erwerb der Medaille war Jürg Soltermann aus Wattenwil beteiligt. Mit 666 Holz erreichte er sowohl das mit Abstand beste Resultat im Team als auch das höchste Einzelergebnis des Tages.
Ihre Position im dritten Rang verdankte die Aargauer Mannschaft nicht zuletzt René Hüsler. Mit 651 Holz der Beste im Team, trug er wesentlich zu Bronze bei. Dicht hinter Hüsler folgte Marius Langenegger aus Dietwil mit 649 Holz.
Mehr als eine ruhige Kugel schieben
Die SFKV hat zum Ziel, mit der 71. Schweizer Meisterschaft den Kegelsport in der Breite bekannter zu machen. Kegeln ist mehr als Bier trinken, Stumpen rauchen und eine ruhige Kugel schieben. Kegeln ist eine Präzisionsdisziplin auf hohem Niveau, die Präzisionstechnik, Fingerspitzengefühl, hohe Konzentration und mentale Stärke fordert. Ebenso wichtig wie gute Resultate ist der kameradschaftliche Zusammenhalt. Die SFKV sucht junge Nachwuchskeglerinnen und -kegler, die die Nischensportart mit nostalgischem Charme weiterleben lassen.
Eckdaten zur Schweizer Meisterschaft 2026:
Dauer der Meisterschaft: SO, 30.08.– SA, 26.09.2026
Finaltag: SO, 04.10.2026
Austragungsort: Kegelsportzentrum Rössli, Dornhaldestrasse 35,
3627 Heimberg
Anmeldungen: 033 437 12 16 (Rössli Heimberg)
oder per E-Mail an U. Stucki:
Mehr Informationen: www.sfkv.ch – Sportbetrieb – Schweizermeisterschaft
Ranglisten Kantone:
1. Solothurn (Mittelwert von 643 Holz) – Gold; 2. Bern (640) – Silber; 3. Aargau (637.40) – Bronze; 4. Luzern (631.20); 5. Freiburg (624); 6. Basel-Land (616.60); 7. Unterwalden (Obwalden und Nidwalden) (613.80); 8. Schwyz (603.20); 9. Basel-Stadt (591.80); 10. St. Gallen (568.20); 11. Zürich (566.80).
Medaillenträger-Kantone mit Teammitgliedern:
1. Solothurn (Mittelwert von 643 Holz): 1. Placi Caluori, Wolfwil (654 Holz); 2. Beat Heini, Balsthal (648); 3. Stefan Guldimann, Lostorf (642); 4. Michael Heini, Hägendorf (637); 5. Hansjörg Gygax, Wangen (634).
2. Bern (Mittelwert von 640 Holz): 1. Jürg Soltermann, Wattenwil (666 Holz); 2. Bruno Plüss, Grasswil (647); 3. Sven Scheidegger, Eriswil (640); 4. Elmar Zumtaugwald, Matten b. Interlaken (632); 5. Roland Scheidegger, Wyssachen (615).
3. Aargau (Mittelwert von 637.40 Holz): 1. René Hüsler, Gansingen (651 Holz); 2. Marius Langenegger, Dietwil (649); 3. Rolf Herzog, Wallbach (639); 4. Anton Zingg, Muhen (632); 5. Gebhard Böhlen, Niederlenz (616).