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Nik Wendelspiess verpasste 2025 haarscharf das Podest, trug aber zum Sieg seines Kegelklubs Rot-Weiss-1 bei. Bild: Sonja Buob.
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Kegel-SM: Chancen für Wegenstetter Nik Wendelspiess und seinen Klub Rot-Weiss 1 stehen gut

(us) Zum 71. Mal führt die Schweizerische Freie Keglervereinigung (SFKV) ihren wichtigsten jährlichen Kegelsportanlass auf nationaler Ebene durch. Austragungsort der diesjährigen Schweizermeisterschaft ist Heimberg. Die Meisterschaft wird am 29. August mit dem Kantone-Wettkampf im Kegelsportzentrum Rössli eröffnet und dauert vier Wochen. Nik Wendelspiess aus Wegenstetten sowie sein Kegelklub Rot-Weiss 1 aus Möhlin haben gute Aussichten auf einen vorderen Rang in der Kategorie A.

Einzelkämpfende und Kegelklubs der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV) bereiten sich auf die 71. Schweizermeisterschaft vor, die in Heimberg stattfindet. Organisator des bedeutendsten Kegelsportevents 2026 auf bundesweiter Ebene ist der Freie Keglerverband Berner Oberland (FKVBO). Nach 1991, 2001, 2011, 2012, 2016, 2018 und 2023 managt der SFKV-Unterverband die Schweizermeisterschaft heuer zum achten Mal. Die Wettkämpfe im Kegelsportzentrum Rössli starten am 29. August mit einer Eröffnungsfeier und dem traditionellen Kantone-Wettkampf. Die eigentliche Meisterschaft dauert von 30. August bis 26. September. Als Vorbereitungsturnier dient die Vormeisterschaft von 4. bis 16. Mai.

Vom undankbaren vierten Rang aufs Podest?
Nik Wendelspiess aus Wegenstetten zählt zu den Hoffnungsträgern des SFKV-Unterverbandes Fricktal.  Letztes Jahr belegte er sowohl nach dem Meisterschafts-Wettkampf als auch am Ende des Finaltages den undankbaren vierten Rang. Ob er es dieses Jahr aufs Podest schafft? Als Rot-Weiss-1-Mitglied hingegen verhalf er seinem Kegelklub zum Schweizermeistertitel. Rot-Weiss-1 gewann die Schweizermeisterschaft der A-Klubs zum zweiten Mal in Folge.

Quizfrage des Jahres: Wer holt den Schweizer Meistertitel?
Belinda Immoos aus Küssnacht am Rigi und Martin Slanzi aus Alpnach Dorf bilden das amtierende Schweizermeisterpaar. Ob ihnen dieses Jahr abermals der Sprung an die Spitze gelingt, entscheidet sich am Finalsonntag. Der Endkampf wird am 4. Oktober im Rössli Heimberg durchgeführt.

Für die abschliessenden Wettstreite qualifizieren sich die eventuell zehn Damen und 25 Herren mit den höchsten Resultaten bei der A-Meisterschaft. Die Finalistinnen und Finalisten kegeln an diesem Tag viermal 25 Würfe auf vier Bahnen. Die Gesamtbewertung aus Qualifikation und Final entscheidet dann, wem der Schweizermeistertitel zusteht. Den Schweizermeistertitel bei den A-Kegelklubs sicherte sich letztes Jahr Rot-Weiss 1 aus Möhlin zum zweiten Mal in Folge. Setzt sich der Klub auch dieses Jahr durch?

Qualifikation für den schweizerischen Einzelcup 2027
Die 100 besten Keglerinnen und Kegler der Kategorien A, B und C qualifizieren sich für den schweizerischen Einzelcup, der am Wochenende vom 13./14. März 2027 im Rössli Heimberg ausgetragen wird. Die Rahmendisziplinen umfassen auch dieses Jahr Sport und Americaine. Die Wettkämpfe beginnen am 15. Juni und enden am 4. Juli.

Zwischen Tradition und Zukunft: Der Schweizer Kegelsport am Wendepunkt
«Die Schweizermeisterschaft 2026 stellt das Highlight einer traditionellen Sportart in einer bewegten Zeit dar», betont Mario Schmid vom SFKV-Zentralvorstand. «Wirkten noch vor zwanzig Jahren rund 3000 Keglerinnen und Kegler an einer Schweizermeisterschaft mit, sind es heute nur mehr um die 700.» Parallel dazu sei die Zahl der Kegelbahnen in der Schweiz von ungefähr 300 auf zirka 100 gesunken. Die Schliessungen der Kegelbahnen seien hauptsächlich auf fehlende wirtschaftliche Synergien zwischen Gastronomie und Kegelsport zurückzuführen. «Damit steht der Schweizer Kegelsport vor grossen strukturellen Herausforderungen.»

Aktuell zähle der Verband rund 1000 lizenzierte Keglerinnen und Kegler, deren Durchschnittsalter geschätzt 66 Jahre betrage. Es fehle an Nachwuchskeglerinnen und -keglern, weil deren Förderung zu wenig breit abgestützt sei. «Gerade in dieser Situation kommt der Schweizermeisterschaft 2026 eine besondere Bedeutung zu», so Schmid. «Sie bildet den sportlichen Höhepunkt des Jahres und zeigt eindrücklich, dass der Kegelsport trotz aller Herausforderungen lebt, Emotionen weckt und Generationen verbindet.» Die aktuelle Entwicklung sei dabei nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels. «Traditionelle Vereinsstrukturen verändern sich, Begegnungsorte verschwinden, und das Freizeitverhalten jüngerer Generationen wandelt sich spürbar. Die Schweizermeisterschaft 2026 versteht sich deshalb bewusst als Standortbestimmung einer traditionsreichen Schweizer Sportart – und zugleich als Plattform für einen Neuanfang. Unser Ziel ist es, neue Zielgruppen anzusprechen und insbesondere jüngere Menschen für den Kegelsport zu gewinnen.»

Hintergrund zur SFKV
Die Schweizerische Freie Keglervereinigung (SFKV) ist der grösste Dachverband des Kegelsports in der Schweiz. Gegründet wurde er am 20. April 1952 in Olten. Er hat zum Ziel, den Kegelsport schweizweit zu fördern, weiterzuentwickeln und in einem fairen und kameradschaftlichen Umfeld zu organisieren.

Die SFKV ist in mehrere regionale Unterverbände gegliedert, die eigenständig Meisterschaften und Wettkämpfe durchführen. Aktuell sind dies Berner Oberland, Bern-Stadt, Emmental, Entlebuch, Freie Aargauer, Fricktal, Graubünden, Stadt Luzern, Mittelland, Mittelaargau, Seetal-Habsburg und Willisau-Sursee. Nationale Anlässe werden zentral koordiniert, um einen einheitlichen und qualitativ hochwertigen Wettkampfbetrieb sicherzustellen.

Mehr Informationen zum Verband finden sich im offiziellen Kommunikationsorgan, dem Onlinemagazin Schweizer Keglerfreund – www.sfkv.ch

Mehr Informationen zur Schweizermeisterschaft 2026: www.sfkv.ch – Sportbetrieb – Schweizermeisterschaft

Bild: Nik Wendelspiess verpasste 2025 haarscharf das Podest, trug aber zum Sieg seines Kegelklubs Rot-Weiss-1 bei. Bild: Sonja Buob.