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Verdiente Goldmedaille für Irina Lützelschwab. Foto: zVg

Irina Lützelschwab ist Schweizer Meisterin im Bike Marathon

(tm) Nur eine Woche nach den Weltmeisterschaften in Schottland, wo die Wallbacherin Irina Lützelschwab nach einem sehr schweren Rennen den ausgezeichneten 14. Rang belegt hatte, folgten in Grindelwald die Schweizer Meisterschaften, die im Rahmen der 33. Eiger Classic durchgeführt wurden. 80 km und 4200 Höhernmeter waren zu bewältigen, praktisch die gleiche Distanz wie vor einer Woche in Schottland. Und so stand auch die Frage im Raum, ob sich die Sportlerin in so kurzer Zeit wieder in Topform bringen kann. Es klappte bestens.

Verdiente Goldmedaille für Irina Lützelschwab. Foto: zVgDie Fahrerin des Velo-Clubs Kaisten machte ihren Medaillensatz an Schweizer Meisterschaften komplett. Nach Bronze 2019 in Schuls und Silber im letzten Jahr im freiburgischen Bulle kam nun in Grindelwald die langersehnte Goldmedaille dazu. Ein grossartiger Erfolg der 28-jährigen, früherer auch sehr erfolgreichen Schwimmerin, die erst vor acht Jahren nach Abschluss ihrer Karriere im Wasser eine neue Herausforderung suchte und durch ihren Vater zum Radsport kam. Roland Lützelschwab war selber ein sehr polysportiver Sportler und als Skilangläufer, Läufer und Radsportler in der Szene bekannt.
Mit diesem Titelgewinn konnten die Aktiven vom VC Kaisten, wie bereits vor einem Jahr, wiederum ein kompletten Medaillensatz an Schweizer Meisterschaften gewinnen. Bronze durch Lars Emmenegger im Omnium U17 auf der Tissot Rennbahn in Grenchen, Silber durch Noëlle Rüetschi in Wetzikon bei den U23 auf der Strasse und durch Irina Lützelschwab nun mit Gold, wodurch der Medaillensatz komplett ist. So darf es ruhig in den nächsten Jahren weitergehen.

Foto: zVgGrossartiges Rennen von Noëlle Rüetschi an den Radweltmeisterschaften in Schottland
Am Sonntag fanden zum Abschluss der zweiwöchigen Titelkämpfe der Radsportler, die erstmals alle Disziplinen an einem Ort zur Durchführung brachten, das Rennen der Frauen und U23 statt. Mit dabei, in der kleinen Schweizer Delegation mit Reusser, Chabloz und Hartmann auch die drei U23-Fahrerinnen Noemi Rüegg, Linda Zanetti und Noëlle Rüetschi, Die Gipf-Oberfrickerin meinte im Vorfeld, dass sie noch nie ein Strassenrennen über 154 km bestritten hätte und dazu auf einem so schweren Rundkurs wie in Glasgow. Aber die Frcktalerin überraschte alle. An einer WM, wo bei den Männern und Frauen nur die allerbesten der Welt eine Chance hatten, belegte Noëlle Rüetschi den famosen 12. Platz in der U23-Klasse. Nur zwei 19-Jährige, neben Rüetschi noch eine Tschechin, fuhren als jüngster Jahrgang in der U23 -Klasse das Rennen fertig. Ihre beiden Kolleginnen Rüegg und Zanetti erreichten das Ziel nicht, wie auch über die Hälfte aller gestarteter Fahrerinnen. Die Weltmeisterschaften in Schottland, die mit dem grossartigen Rennen der beiden Schweizerinnen Marlene Reusser und Elise Chabloz in bester Erinnerung bleiben, zeigten aber auch auf, was für ein Potenzial in der jungen Fahrerin des VC Kaisten steckt, am Ziel zufrieden mit ihrer Leistung meinte die Fricktalerin: «So ein knüppelhartes Rennen bin ich noch nie gefahren.»

Mit der Laufenburgerin Kaya Kern eine weitere Fricktalerin in Schottland am Start
Mit der 18-jährigen Kaya Kern ging an der WM auch eine junge Fricktaler Para-Sportlerin an den Start. Vor acht Jahren hatte sie eine Unterschenkel-Amputation vornehmen lassen müssen und hat nun mit dem Radsport die ideale Sportdisziplin für sich gefunden. In Glasgow ging die junge Sportlerin, die in Aarau das Sportgymnasium besucht, in drei Bahndisziplinen an den Start und klassierte sich in allen Rennen in den Top 15. Das nächste grosse Ziel der ambitionierten Laufenburgerin sind nächstes Jahr die Olympischen Spiele in Paris.

Bilder: Verdiente Goldmedaille für Irina Lützelschwab. Fotos: zVg