(wr) Der Aargauer Schiesssportverband (AGSV) hat am Ständematch des 59. Eidgenössischen Schützenfestes in Chur sein Leistungspotential aufgezeigt. Nebst Platz 2 im Liegendwettkampf 300 m mit dem Sportgewehr gabs für den Aargau vier vierte Plätze. «Wir haben unsere Medaillenziele zwar nicht erreicht», sagt AGSV-Leistungssportchef Marcel Brunner. «Aber insgesamt war die Leistung unserer Schützinnen und Schützen gut.»
Das Aargauer Soll erfüllte das Trio Michèle Maurer, Bettina und Rafael Bereuter im 300-m-Liegend-Wettkampf mit dem Standardgewehr. 1764 Punkte bei einem Maximum von 1800 bedeuteten eine Topleistung. Aber das Berner Trio war mit 1771 noch eine Spur zielsicherer.
Für zwei weitere 300-m-Podestplätze fehlte wenig. Michele Tullo, Alexander Buttazzo, Claude Chenaux und Christoph Zaugg hatten mit der Ordnonnanzwaffe liegend nach 240 Schüssen genau einen Punkt zu wenig für den Bronzeplatz. Sechs Zähler mehr benötigt hätte das vierklassierte Quartett Stephan Morgenthaler, Stefan Mathis, Hans und Walter Schumacher im Zweistellungsmatch mit der Ordonnanzwaffe zum Platz auf dem Podest. «Da hatten wir im Kampf um die Medaillen Pech, aber die Leistung beim Gewehr 300 m stimmte trotzdem», resümiert Marcel Brunner.
Aufwärtstrend mit dem Gewehr 50 m
«Erfreuliche Fortschritte», konstatierte Brunner im Bereich Gewehr 50 m mit einem verjüngten Team. Die Kleinkaliber-Gewehrschützen Matthias Stöckli, Olivia Rossi und Stefan Bereuter kamen im Liegendmatch der Elite bis auf vier Zehntelspunkte an die Bronzemedaille heran. Aber auch der Aargauer U21-Nachwuchs wusste zu gefallen. Dem Trio Ria Boss, Felix Frey und Jannik Hohler fehlten nur sieben Zehntelpunkte zum Medaillengewinn. «Auch hier stand das Glück nicht auf unserer Seite», orakelt Marcel Brunner. Doch er blickt optimistisch vorwärts. «Der Einsatz stimmte. Das Potential für Erfolge in der Zukunft ist vorhanden.»
Absenzen bei den Pistolenschützen
Mit zwei Mittelfeldklassierungen musste sich der Aargau in den Pistolenkonkurrenzen des Ständematchs begnügen. Da hatten einige Spitzenschützen verzichtet, was unter dem Strich wohl eine Medaille kostete. Erfreulich war jedoch der Einsatz der Kölliker Nachwuchsschützin Kaya Buser bei der 25-m-Elite. Das Talent hielt auf gutem Niveau mit.
Insgesamt zieht Marcel Brunner trotz minimaler Medaillenausbeute in Chur ein positives Fazit zum Vergleich mit den anderen Kantonen: «Wir zeigten im Ständematch eine solide Leistung, wurden aber schlecht belohnt.»