(wr) Beim Freundschaftsmatch Gewehr 10 m der Kantonalverbände Aargau, Solothurn, Tessin und Zürich in Luzern hat die Solothurnerin Gina Gyger das Glanzlicht gesetzt. Nach überragenden 628,3 Punkten in der Qualifikation siegte sie auch im Final, geriet allerdings ins Zittern. Beim Nachwuchs sorgte Ginas jüngere Schwester Emely für einen zweiten Gyger-Sieg.
Der Freundschaftsmatch der vier Kantonalverbände in der Schiesshalle auf der Luzerner Allmend hatte trotz des Einstiegs in die 10-m-Wintersaison eher Kehrauscharakter. Viele Schützen sind nach der langen Sommersaison müde und freuen sich auf die Festtagspause. Wenig überraschend gaben bei der Elite die Schützinnen und Schützen des Solothurner Verbandes den Tarif bekannt. Doch Zürich und der organisierende Aargauer Verband hielten gut mit. Beim Nachwuchs waren Solothurn und Zürich zu stark für den Aargau. Mit nur einer Finalqualifikation konnten die Tessiner Vertreter gegen die Deutschschweizer Kolleginnen und Kollegen wenig Akzente setzen.
Christiane Kellers Endspurt
Die Aargauerin Christiane Keller hätte der ehemaligen Junioren-Internationalen Gina Gyger beinahe die Show gestohlen. Gyger trumpfte in der Qualifikation mit 628,3 Punkten gross auf. Auch im Final übernahm die 21-jährige Solothurnerin sofort die Führung. Weil die manuelle Resultatauswertung über Gebühren viel Zeit in Anspruch nahm, verlor Gina Gyger die Ruhe. Prompt rückte Keller auf, verpatzte jedoch mit «nur» 9,9 Ringen den letzten Schuss. So fehlte just ein Zehntelpunkt. «Dieser Final kostete Kraft, und ich wurde passiv», kommentierte Gyger ihren Leistungsabbau. Keller haderte nicht mit dem knappen Rückstand: «Ich hatte eine gute Saison und bin vollauf zufrieden mit diesem Abschluss.»
Hochstehendes Nachwuchsduell
Beim U21-Nachwuchs setzte sich die 18-jährige Emely Gyger sowohl in der Qualifikation wie im Final durch. Nach 620,6 Punkten im 60-Schuss-Match gegenüber 620,0 der Zürcherin Fadrina Jenal setzte sich diese Duell auf höchstem Niveau auch im Final fort. Die Solothurnerin siegte schliesslich mit 249,4:248,2, womit der Nachwuchs deutlich besser schoss als die Elite. Überfordert waren die jungen Aargauer und Tessiner, die nicht mit der Spitze mithielten. Trotzdem zeigte sich der Aargauer Betreuer Andrea Rossi zufrieden: «Wir hatten immerhin zwei Aargauer im Final.»