(ms) Am Freitag, 28. Juni, traf sich eine motivierte Gruppe von Kaister Schützen, einem Jungschützen und einer Jungschützin – die auch noch Geburtstag feierte – zur Fahrt mit dem Car nach Boécourt im Kanton Jura.
Der eine oder andere nutzte die Fahrt, um noch ein paar Augenblicke Schlaf nachzuholen. Im Festgelände wurden die Waffen zur Kontrolle vorgelegt und dann ging die Reise weiter zum Schiesstand von Soyhières, wo für die Mitglieder der FSG Kaisten den ganzen Tag eine bis zwei Scheiben zur Verfügung standen. Vor dem Mittagessen kamen alle Schiessenden mindestens zu einem Einsatz und eröffneten die Jagd auf die Kränze. Zum Mittagessen waren im Voraus Spaghetti mit Bolognese bestellt worden, aber vermutlich hatte die Küchenmannschaft zu grosszügig Spaghetti angerichtet oder es wurden zu wenig Teigwaren geliefert. Jedenfalls durften ein paar Schützen ein saftiges Steak mit Pommes als Alternative zu sich nehmen. Am Nachmittag zeigte sich das Schützenfest von seiner schönsten Seite. Es war heiss im Schiesstand und alle Schiessenden kämpften mit sich, der Waffe und dem Wind für gute Resultate mit unterschiedlichem Erfolg. Während die einen zu persönlichen Höchstleistungen aufliefen, kamen andere nicht richtig in die Gänge. Trotzdem waren alle andern Schiesskameraden aktive Beobachter des Geschehens, leisteten physische und mentale Unterstützung, erfreuten sich an den Kränzen und spendeten Trost bei Misserfolgen. Am Abend ging es erneut ins Festzentrum von Boécourt, wo die ganze Schützenfamilie ihre Lorbeeren abholen konnte. Dann ging es in Windeseile weiter ins Hôtel de la Chaux-D’Abel, 2 km ausserhalb von Ferrière, wo man die Kaister zum Nachtessen erwartete. Bei köstlichem Essen und lokalen Bierspezialitäten klang der Abend aus, bevor alle in friedlichen Schlaf fielen. Das Hotel – ein Schmuckstück - wird übrigens von Gabriela Haas geleitet, die im Bahnhof Laufenburg ihre Ausbildung gemacht hatte.
Der Samstag startete mit einem feinen Frühstück und dann ging die Reise weiter ins Uhrenmuseum von Le Locle. Nach der Führung wurden Weine aus der Region zum Apéro gereicht, bevor die Schützen von ihrem Chauffeur ins Val de Travers zu den Asphaltminen befördert wurden. Selbstverständlich wurde ihnen die Hausspezialität, saftiger Schinken in einer Asphalthülle geschmort, serviert. Mit diesem leckeren Essen und einem lokalen Absinth im Magen waren alle hervorragend gerüstet für die eineinstündige Führung durch die nur 8 Grad kühlen Gänge der Mine. Im Anschluss an die Führung begann die letzte Etappe der Schützenreise in den Jura: Die Heimfahrt mit «Public Viewing» im Car. Natürlich war die Freude riesig über den Sieg und damit dem Einzug der Schweizer Fussballer in den Viertelfinal der Fussball-EM. – Was für ein tolles Ende dieser tollen zwei Tage. Ein herzlicher Dank ging an Organisator Tobias Zumsteg und «Siegrist-Reisen».