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Nina Christen, Emely Jäggi und Chiara Leone (v.l.) nach ihrem verdienten Sieg. Foto: zVg

Chiara Leone im Hoch: Die Schweizer Gewehrfrauen sind Europameisterinnen

(pd) Die Erfolgsserie der Gewehr-Frauen ging am Donnerstag an den Europameisterschaften in Osijek (CRO) in die nächste Runde. Im Trio-Wettkampf holten sich Nina Christen, Chiara Leone und Emely Jäggi in der Königsdisziplin Gold. Für Leone war das bereits die zweite Medaille an diesem Tag. Zusammen mit Anja Senti und Sarina Hitz sicherte sie sich die Bronzemedaille.

Nina Christen, Chiara Leone und Emely Jäggi, das Erfolgs-Trio aus der Schweiz, mussten sich im Dreistellungswettkampf gegen die starken Norwegerinnen behaupten. Die beiden Teams schenkten einander in diesem Medaillenmatch-Krimi nichts. Dennoch behielten die Schweizerinnen Überhand und besiegten ihre Kontrahentinnen aus Norwegen verdient mit 17:13. «Unser Sieg fühlt sich natürlich gut an», sagte die Dreistellungs-Queen Nina Christen nach dem Goldmedaillenmatch. «Besonders, weil wir gegen die Norwegerinnen gewonnen haben. Die sind einfach immer gut», so Christen.
Chiara Leones starke Leistungen an der EM sind besonders beindruckend, zumal die Aargauerin erneut ein unvorhergesehenes Problem kurzfristig lösen musste: Kurz vor dem Goldmedaillenmatch verliess Leone die Finalhalle. Sie hätte wohl Probleme mit dem Auslöser, mutmasste Christoph Dürr, der während des Matchs als Co-Kommentator waltete. Er sollte recht behalten, wie die 25-Jährige nach dem Match bestätigte: «Ich bemerkte, dass der Gewehr-Akku nicht bis zum Ende des Matchs durchhält. So fragte ich bei der Jury, ob ich ihn noch kurz laden könnte». Damit blieb keine Zeit mehr für Probeschüsse und Leones erster Wettkampfschuss war gleichzeitig ihr erster Probeschuss. Die Folge: eine 8.9! Dies steckte die Kämpferin jedoch gut weg und war bereits beim zweiten Schuss in alter Frische auf der Zielgeraden in Richtung Gold. Für Leone ist dies bereits der dritte EM-Titel in Osijek. «Für mich ist es eine fantastische EM. Mein Einzelsieg in der Dreistellung war mein Hauptziel. Das und der damit verbundene Quotenplatz ist überragend. Dass es dann auch noch Team-Medaillen in allen Disziplinen gegeben hat, ist umso schöner. Wir konnten zeigen, dass wir in der Dreistellung ein starkes Frauenteam haben und zu den weltbesten gehören. Eine unglaubliche Woche», bilanziert Leone stolz.

Team-Bronze im Liegend-Wettkampf
Eine weitere Medaille gab es für die Gewehr-Frauen in der 50m Liegend-Disziplin: Chiara Leone, Anja Senti und Sarina Hitz holten sich in der Teamwertung Bronze (1870.7). «Und wieder eine Medaille für die Damen», freute sich Head-Coach Daniel Burger.
Im Einzel reichte es nicht für Podestplätze. Obwohl die Dreistellungs-Europameisterin Chiara Leone (628.1) auch im 50m Liegend-Wettkampf eine starke Leistung auf hohem Niveau zeigte. «Leider fehlten ihr am Schluss drei Zehntel», bedauerte der Nationaltrainer. Jung-Talent Emely Jäggi (625.9) wurde 10. Anja Senti (624.6 ) verpasste knapp die Top 10 und beendete den Wettkampf auf Rang 13. Sarina Hitz und Audrey Gogniat platzierten sich in der zweiten Hälfte der Rangliste.
«Anfangs lief es mittelmässig, dann rutschte ich etwas ab», analysierte Sarina Hitz , die im Team Bronze holte, ihren Einzelwettkampf. «Möglicherweise stimmte das Timing und der Rhythmus nicht».

Leder für die Männer
Bei den Männern blieb im Liegend-Wettkampf das Edelmetall aus. Jan Lochbihler (625.4) fehlten rund 1.5 Punkte für eine Medaille. Mit 624.1 Zählern wurde Christoph Dürr 13. Schlusslicht der Schweizer Gewehr-Männer war Sandro Greuter mit 618.9 Ringen.
In der Teamwertung schrammten die drei haarscharf an Bronze vorbei. Mit insgesamt 1868.4 Punkten wurden Lochbihler, Dürr und Greuter Vierte.

Bild: Nina Christen, Emely Jäggi und Chiara Leone (v.l.) nach ihrem verdienten Sieg. Foto: zVg