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Jonathan Ulmer im Angriff. Foto: Christine Steck

Viel Tempo, wenig Spielwitz und eine ernüchternde Niederlage

NLB: SG Wädenswil/Horgen – TV Möhlin 27:36
(cs) Eine Woche nach dem 31:26-Sieg im Steinli über CS Chênois Genève erlitt der TV Möhlin beim Tabellenvierten Wädenswil/Horgen eine bittere Niederlage (27:36/15:17). Die Fricktaler zeigten einen makellosen Start und zwangen die Gastgeber zu einem frühen Timeout (8.), um danach den Vorsprung wieder herzugeben und je länger die Partie dauerte, vom Gegner überrannt wurden.

Während sich das Dorf Möhlin auf die bevorstehende Fasnacht mit dem Festumzug am Sonntagnachmittag einstimmte, reisten die NLB-Handballer am Samstagnachmittag in sportlicher Mission nach Horgen in die Waldegg. Es war das 16. Spiel gegen den punktgleichen, aber favorisierten Gegner, die SG Wädenswil/Horgen (4.). Spannend dabei: Die direkten Kontrahenten, Baden (3.) und Stans (6.) duellierten sich um dieselbe Zeit in Baden. Städtli gewann das Spiel gegen die Innerschweizer, welche deshalb hinter Möhlin (6.) platziert bleiben. Die Kadetten Schaffhausen gewannen gegen das erstplatzierte Stäfa und liegen nun, zwar punktgleich mit Möhlin, aber mit dem besseren Torverhältnis, auf dem fünften Tabellenrang.

Souveräner Start
Die Möhliner starteten kampfbereit und torreich in die ersten Minuten, sie glänzten durch die Treffer von Justin Larouche und Jonathan Ulmer (5:2, 7.) und durch die Flügeltore von Jan Waldmeier zum 7:3 (8.). Der Trainer der Gastgeber hatte genug gesehen und legte die Karte für die Auszeit. Pedja Milicic brachte Fabian Pospisil, dessen Abgeklärtheit und Torgefahr nach und nach Wirkung zeigte. Zwar erhöhte Möhlin noch auf 8:3 (10.) durch Ulmer – er hatte sich den Ball geklaut – aber danach lief nicht mehr viel zusammen. Es waren die Kleinigkeiten, die sich summierten: Der Ball eigentlich im Aus, ging aber zum Gegner. Dann die Abwehr, die nicht mehr kompakt stand, und Simon Gantner tankte sich durch. Jonathan Ulmer scheiterte seinerseits an Goalie Yves Imhof. Und so traf Pospisil zum 7:9 (14.), derweil Justin Larouche vorerst auf die Bank musste. Linus Fässler erhöhte noch einmal auf den Drei-Tore-Vorsprung, danach glich Wädenswil/Horgen in der 16. Spielminute zum 10:10 aus. Im Möhliner Spiel leistete sich der Rückraum weiterhin viele Fehler, sodass Zoltan Majeri das Timeout nahm (21.). In der temporeichen Partie hielt Dennis Grana zwar gegen Simon Kälin, musste dann aber zweimal hinter sich greifen und die Gastgeber zogen bis auf drei Tore weg. Manuel Csebits, welcher für Rudi Safranko kam, erzielte das 15. Tor für Möhlin zum Pausenstand von 17:15 für Wädenswil/Horgen.

Keine Reaktion für die Wende
In der zweiten Hälfte liessen die Möhliner erneut einiges an Möglichkeiten liegen, kämpften aber weiter. Es kam noch schlimmer, als die Fricktaler in der 36. Spielminute kurz nacheinander mit zwei Zeitstrafen klarkommen mussten. Dennoch zeigte Grana eine tolle Parade gegen Jérôme Zuber und Justin Larouche verwertete einen Siebenmeter souverän zum 18:20 in der 37. Minute. Die Gastgeber schalteten aber einen Gang höher und jagten den Ball beinahe aus allen Rückraum-Positionen ins Tor. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff war der Fünf-Tore-Vorsprung Tatsache und es gelang Möhlin nicht, den Lauf der Gastgeber nachhaltig zu stoppen und aufzuholen. Zoltan Majeri wechselte fortan alle mitgereisten Spieler ein, um ihnen wenigstens noch Spielzeit zu geben. So trugen sich, sehr zur Freude der angereisten Fans, Damian Behlinger und Linus Fässler in die Torschützenliste ein.

Bild: Jonathan Ulmer im Angriff. Foto: Christine Steck