NLB: Handball Bern – TV Möhlin 43:33
(chs) Der TV Möhlin kassiert am Ostersamstagabend in der Gümligen-Arena gegen Handball Bern eine deutliche 33:43-Niederlage. Nach dem 17:23 zur Pause hielt Gastgeber Bern das Tempo weiterhin hoch und sorgte für eine gute Chancenauswertung. Möhlin blieb über weite Strecken fehlerbehaftet und kämpfte mit einer hohen Anzahl an Fehlwürfen.
Von Beginn weg entwickelte sich eine intensive torreiche Partie. Möhlin hielt zu Beginn mit, scheiterte danach zu oft an eigenen Fehlern und kassierte bereits in der 6. Minute eine erste Zweiminuten-Strafe. Zwar antwortete Finn Kreuzer mit dem 4:6 (6.), aber einen weiteren technischen Fehler bestraften die Gastgeber mit dem nächsten Tor. So nahm das Berner Spiel weiter Fahrt auf und Möhlin reduzierte sich wenig später mit der nächsten Zeitstrafe. Während Berns Offensive für viel Dynamik und Torgefahr sorgte, sah sich das Auswärtsteam mehr und mehr in Rücklage versetzt (5:11 nach 12 Minuten). Aber die Reaktion der Fricktaler folgte und lieferte einen 4:0-Lauf. Zwei Treffer von Finn Kreuzer, je einer von Mitch Giezeman und Fabian Ceppi stellten auf 9:11 (16.). Wenig später fiel gar der 15:15-Ausgleich durch Jan Waldmeier (21.). Kurioserweise sah sich Xavier Franceschi danach mit zwei Minuten bedacht, er soll Berns ehemaligen QHL-Spieler Simon Getzman in der Abwehr zu arg bedrängt haben. Es war an diesem Abend nicht die einzige fragwürdige Schiedsrichterentscheidung, welche dem Spiel seinen Stempel aufdrückten und zuweilen für skurrile Szenen im Spielverlauf sorgten. In der Folge übernahm Bern wieder das Zepter, nach dem Treffer zum 23:17 durch Daniel Weingartner vier Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ging es für beide Teams in die Kabine.
Die zweite Halbzeit begann aus Möhliner Sicht harzig, zu viele Bälle fanden nicht den Weg ins gegnerische Tor. Kam hinzu, dass so mancher Abpraller wieder bei Bern und wenig später im Möhliner Netz landete. In der Folge zog der Gastgeber davon, traf durch wechselnde Schützen. Zwar überliess Robin Santeler das Tor Noé Roth, aber auch der zweite Möhliner Torwart hatte den starken Berner Shootern nichts entgegenzusetzen. Trainer Zoltan Majeri musste bereits in der 40. Minute das Timeout nehmen. Spielstand: 30:19. Mitch Giezeman traf danach zum 20:30 und Fynn Soder erzielte das 21:31 (42.). Danach musste Finn Kreuzer auf die Bank. Die Fricktaler Aufholbemühungen versandeten allesamt. Der Vorsprung der Gastgeber pendelte sich bei neun, zehn Toren ein. Möhlins Topscorer Sadok Ben Romdhane, der oft hart angegangen wurde, vollendete in der 46. Minute den Siebenmeter und nach Ivan Chernovs 34:23 erhöhte Nelio John zum 34:24 (48.). Auf Berner Seite liess man aber nichts mehr anbrennen, nutzte eine weitere Möhliner Unterzahl und obwohl Linus Fässler zwei laut umjubelte Treffer folgen liess (zahlreiche Möhliner Fans waren vor Ort und boten eine tolle feine Kulisse) und auch seine Nebenleute noch Zählbares beisteuerten, das Spiel war in dieser Phase längst entschieden.
Handball Bern fuhr mit diesen beiden Zählern einen wichtigen Sieg ein, um das vom Abstieg betroffene Kellerquintett zu verlassen. Es spielte mit einer gut besetzten Bank, viel Körpersprache und Abgeklärtheit im Angriff und in der Abwehr. Möhlins Auftritt dagegen lieferte zu wenig Antworten über 60 Minuten. Der Blick geht nun aber nach vorne, denn bereits am nächsten Samstag wartet mit den Kadetten Espoirs ein ähnlich intensiver Gegner im Steinli.
Möhlin mit: Santeler (3/31, 10%) Roth (1/15, 7%); Ceppi (3), Soder (1), Metzger (1), Kreuzer (5), Ben Romdhane (6), Fässler (5), Grandi (3), Franceschi (1), Giezeman (5), Schweizer, John (2), Waldmeier (1).